❓ Bahnstrecke - Entscheidung zur Streichung der Direktverbindung des RE3 zwischen Berlin und Schwedt/ Oder ab Dezember 2026
📋 Worum geht es?
Die Fragesteller thematisieren die nach ihren Angaben geplante Streichung der direkten RE3-Verbindung zwischen Berlin und Schwedt/Oder zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026. Nach den von ihnen beschriebenen Planungen der Bahn müssten Fahrgäste künftig in Angermünde in die Regionalbahn RB61 nach Schwedt umsteigen. Die Fragesteller verweisen darauf, dass Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) laut einem rbb-Interview vom 23.04.2026 angekündigt habe, mit der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) für Pünktlichkeit der RB61 zu sorgen, und die Umsteigezeit von acht Minuten als kleine Verschlechterung bezeichnet habe.
👥 Wer ist betroffen?
Nach Darstellung der Fragesteller sind vor allem Pendlerinnen und Pendler zwischen Schwedt/Oder und Berlin betroffen, laut Minister Crumbach rund 650 Personen täglich. Die Fragesteller nennen zudem Auszubildende, Studierende, ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien mit Kindern, Reisende mit Gepäck oder Fahrrad sowie touristische Gäste. Als Region benennen sie Schwedt/Oder mit der PCK-Raffinerie, weiteren Industrieunternehmen, dem Klinikum, den Uckermärkischen Bühnen und dem Nationalpark Unteres Odertal.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fraktion fragt: 1) welche Varianten geprüft wurden, um den stündlichen Verkehr Richtung Ostsee zu verbessern, ohne die Direktverbindung aufzugeben; 2) welche Mehrkosten eine beibehaltene zweistündliche Direktverbindung verursachen würde; 3) ob strukturpolitische Folgen für den Regionalen Wachstumskern Schwedt/Oder, Fachkräftesicherung, Tourismus und den deutsch-polnischen Entwicklungsraum Berlin–Eberswalde–Schwedt–Szczecin in die Entscheidung einbezogen wurden; 4) welche Qualitäts- und Anschlussgarantien bei einer Umstellung auf den Umstieg in Angermünde vorgesehen wären; 5) warum ausgerechnet die RB61 mit dokumentierten Zuverlässigkeitsproblemen die Anbindung tragen soll; 6) welche Möglichkeiten im Landeshaushalt 2027 ff. bzw. bei der SPNV-Bestellung bestehen, die Direktverbindung zu sichern.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage der BSW-Fraktion; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die Fragesteller fassen zusammen, dass nach ihrer Darstellung der Bahn-Planung die Direktverbindung RE3 Berlin–Schwedt/Oder ab Dezember 2026 entfallen und durch einen Umstieg in Angermünde auf die RB61 ersetzt werden soll, und zitieren dazu öffentliche Quellen (VBB-Qualitätsranking, rbb24-Interview).
⚡ Einordnung
Das Dokument enthält nur die Kleine Anfrage der BSW-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt in diesem Dokument nicht vor. Die Fragesteller belegen ihre Angabe zur Zuverlässigkeit der RB61 mit Verweis auf das VBB-Qualitätsranking 2024 (Platz 41 von 42 Regionalverkehrslinien, Zuverlässigkeit 54,8 %, Stand 12.06.2026 abgerufen). Zur Zahl der betroffenen Fahrgäste (rund 650 pro Tag) und zur Ankündigung, die Umsteigezeit in Angermünde betrage acht Minuten, berufen sich die Fragesteller auf ein rbb24-Interview mit Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) vom 23.04.2026.