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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Inklusion: Wie viele Kinder werden in Berlin aktuell nicht beschult?

30. Juni 2026Dokument 19/26290 · WP 19Berlin
Marianne Burkert-Eulitz
InklusionBeschulungAutismus-Spektrum-StörungSonderpädagogikLehrkräftefortbildung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Zahl der in Berlin nicht oder nur verkürzt beschulten Kinder, mit Problemen bei einer 2024 durchgeführten Schulumfrage zu diesem Thema sowie mit Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte zu Autismus-Spektrum-Störung, ADHS und FASD. Zudem wird nach dem Stand des neu eingerichteten Runden Tisches 'Inklusion, Autismus und komplexe Unterstützungsbedarfe' gefragt.

👥 Wer ist betroffen?

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, insbesondere in den Bereichen Autismus-Spektrum-Störung und Geistige Entwicklung, sowie pädagogisches Personal an Berliner Schulen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt unter anderem: Welche Konsequenzen zieht die Senatsverwaltung aus der mangelhaften Qualität der 2024er Schulumfrage? Wird die Umfrage wiederholt, und wenn ja wann? Welche Konsequenzen wurden aus den erhobenen Zahlen von bis zu 2.800 nicht oder verkürzt beschulten Schüler*innen gezogen? Wie hat sich die Zahl der Schüler*innen mit Förderbedarf 'Geistige Entwicklung' entwickelt? Welche aktuellen Zahlen gibt es zu Autismus-Diagnosen? Welche Fort- und Weiterbildungspläne gibt es zu Neurodivergenz, ADHS, Autismus und FASD? Wie viele zusätzliche Kleinklassen für Kinder im Autismusspektrum sind für 2026/27 geplant? Welche Themen und Ziele hat der Runde Tisch?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie antwortet, dass seit dem Schuljahr 2023/2024 keine erneute Schulumfrage zu nicht beschulten Kindern erfolgt ist, weshalb für 2026 keine aktuellen Zahlen vorliegen; eine erneute statistische Abfrage soll in Abhängigkeit von den Ergebnissen des neu eingerichteten Runden Tisches 'Inklusion, Autismus und komplexe Unterstützungsbedarfe' erfolgen. Eine Neuformulierung der Umfragefragen sei derzeit nicht geplant. Als Maßnahmen werden der Ausbau von Qualifizierungsangeboten in den Bereichen 'Emotionale und soziale Entwicklung', 'Geistige Entwicklung' und 'Autismus' sowie die Einrichtung des Runden Tisches genannt. Statistische Zahlen zu fachärztlich diagnostizierten Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern und Jugendlichen liegen der Verwaltung nicht vor. Das Landesinstitut BLiQ entwickelt spezifische Fortbildungsangebote zu Autismus, ADHS und FASD, plant einen Fachtag zu Autismus-Spektrum-Störung im Schuljahr 2026/2027 sowie eine Multiplikatorinnen- und Multiplikatoren-Schulung; zudem wird ein Netzwerk zu 'Herausforderndem Verhalten' mit Pilotprojekten an ausgewählten Schulen ausgebaut. Für das Schuljahr 2026/2027 ist die Einrichtung weiterer Kleinklassen für den Förderschwerpunkt Autismus vorgesehen, eine konkrete Anzahl steht laut Verwaltung noch nicht fest, da Elternrückmeldungen zum Beschulungsort noch ausstehen. Der Runde Tisch hat in seiner ersten Sitzung fünf zentrale Handlungsfelder identifiziert; die zweite Sitzung ist für Juni 2026, die dritte für Anfang des dritten Quartals 2026 vorgesehen.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90/Die Grünen) eingereicht; eine Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor, unterzeichnet in Vertretung von Christina Henke. Die Anfrage verweist auf frühere Drucksachen Nr. 19/22544 und Nr. 19/25759. Laut Antwort der Senatsverwaltung wurde die 2024 versendete Umfrage nur von der Hälfte der Schulen beantwortet und die Fragen uneinheitlich verstanden; die Senatsverwaltung bezeichnete die Datenqualität selbst als für eine quantitative Auswertung unzureichend. Die Fragestellerin nennt in ihrer Frage Zahlen von bis zu 2.800 nicht oder verkürzt beschulten Schüler*innen sowie 600 bis 700 Schüler*innen mit dem Förderbedarf 'Geistige Entwicklung', ohne dass die Antwort diese Zahlen bestätigt oder aktualisiert.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26290, Wahlperiode 19, eingereicht 4. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.