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BerlinSchriftliche AnfrageSPD

📄 Budgetkontrolle im Maxim-Gorki-Theater

29. Juni 2026Dokument 19/26301 · WP 19Berlin
Melanie Kühnemann-Grunow, Sven Meyer
TheaterfinanzierungIntendanzwechselBudgetkontrolleRücklagenZuschussvergabe
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft die wirtschaftliche Situation des Maxim-Gorki-Theaters im Zuge des Intendanzwechsels von Shermin Langhoff zu Çağla Ilk. Es geht um die Aufteilung des Jahresbudgets zwischen beiden Intendanzen, die Kommunikation des Senats mit beiden Intendantinnen sowie um die im Januar 2026 bekannt gewordene finanzielle Schieflage des Theaters, bei der die Rücklagen fast vollständig aufgebraucht wurden.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind das Maxim-Gorki-Theater, die scheidende Intendantin Shermin Langhoff, die designierte Intendantin Çağla Ilk, der Geschäftsführende Direktor des Theaters sowie die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller erkundigen sich u.a.: Wann wurde der Vertrag mit Çağla Ilk geschlossen und wann Langhoff informiert? Wie wurde das Jahresbudget 2026 zwischen beiden Intendanzen aufgeteilt? Welche Kontakte gab es zwischen Senat und beiden Intendantinnen seit September 2025? Welche verwaltungsinternen Vermerke gab es? Wie hoch waren Budget und Rücklagen 2025 und 2026? Über welche Kontrollinstrumente verfügt der Senat? Gab es Hinweise auf eine finanzielle Schieflage oder auf die Auflösung von Rückstellungen? Gab es Prüfungen zu einem YouTube-Kanal für 200.000 Euro, zu erhöhten Gäste- und Reisekosten sowie zu einer Vinyl-Doppel-LP-Produktion?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet: Der Vertrag mit Ilk wurde am 17.04.2025 geschlossen, Langhoff am 14.11.2024 informiert. Der Zuschuss 2026 wurde 7/12 zu 5/12 zwischen Langhoff und Ilk aufgeteilt. Der konsumtive Zuschuss betrug 2025 18.987 T€ (davon 1.000 T€ gesperrt) bei Rücklagen von 2.008 T€ zum 1.1.2025; 2026 beträgt der Zuschuss 19.595 T€ bei Rücklagen von nur 21 T€ zum 1.1.2026. Im Januar 2026 zeigte das Theater mit dem Q4/2025-Bericht erstmals an, dass das vorläufige Jahresergebnis 2025 deutlich negativer ausfiel als prognostiziert und die Rücklagen zum Ausgleich der Mehrausgaben fast vollständig aufgebraucht wurden; zuvor habe es laut Senat keine Hinweise auf Mehrausgaben gegeben. Zur Auflösung von Rückstellungen gab der Senat an, dass diese gemäß § 249 HGB vom Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Zum YouTube-Kanal für 200.000 Euro erklärte die Senatsverwaltung, keine Kenntnis von dessen Beauftragung zu haben. Zu erhöhten Ausgaben forderte der Senat nach Bekanntwerden des Jahresergebnisses am 06.02., 18.02. und 07.05.2026 Unterlagen vom Theater an; laut Theater seien Einsparpotenziale genutzt und Projekte teilweise abgesagt worden. Zur Vinyl-Produktion „Songs From The Last Years“ gab der Senat an, grundsätzlich nicht in künstlerische Planungen einzugreifen; laut Theater seien zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens über 90% des Projekts bereits vertraglich gebunden gewesen, sodass keine Einsparung mehr möglich war. Dienstreisen lägen in der Verantwortung des Theaters selbst.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der SPD-Fraktion eingereicht; eine Antwort des Senats liegt vor (datiert 22.06.2026, unterzeichnet von Cerstin Richter-Kotowski in Vertretung). Der Senat nennt folgende Zahlen: Zuschuss 2025: 18.987 T€ (1.000 T€ gesperrt), Rücklagen 1.1.2025: 2.008 T€; Zuschuss 2026: 19.595 T€, Rücklagen 1.1.2026: 21 T€. Der Senat verweist auf das Controlling-Instrument CiK mit vierteljährlichen Soll-Ist-Vergleichen und auf § 249 HGB zu Rückstellungen. Der Senat gibt an, zur Beauftragung eines YouTube-Kanals für 200.000 Euro keine Kenntnis zu haben, und beabsichtigt laut eigener Aussage die zeitnahe Einsetzung eines Verwaltungsbeirates.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26301, Wahlperiode 19, eingereicht 2. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.