❓ Dokument 20/10627
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage von Saadet Sönmez (Die Linke) thematisiert die psychische Belastung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in Hessen, insbesondere in Bezug auf Suizide und Selbstverletzungen. Es wird auf die traumatischen Erfahrungen der Asylsuchenden und die unzureichenden Bedingungen in den Unterkünften hingewiesen.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Hessen, insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtungen und Abschiebehafteinrichtungen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Anfrage fordert Informationen über die Anzahl der Selbstverletzungen, Suizide und Suizidversuche in den Jahren 2022 und 2023 sowie die Umstände dieser Vorfälle. Es werden auch Maßnahmen zur Unterstützung der Betroffenen und Schulungen für das Personal gefordert.
🔎 Was wurde geantwortet?
Im Zeitraum von Januar 2022 bis März 2023 wurden 48 Fälle von Selbstverletzungen oder Suizidversuchen sowie ein vollendeter Suizid in den Erstaufnahmeeinrichtungen registriert. Während des Vollzugs von Abschiebungen gab es 2022 fünf und 2023 keine Suizidversuche. Die Landesregierung hat keine Statistik zur Entwicklung von Selbstverletzungen und Suiziden bei Abschiebungsmaßnahmen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wirft wichtige Fragen zur psychischen Gesundheit von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern auf und kritisiert die unzureichenden Bedingungen in den Unterkünften. Es besteht ein politischer Diskurs über die Notwendigkeit besserer Unterstützungsangebote und Maßnahmen zur Prävention von Suiziden.