❓ Wohnkostenlücke im SGB II in Hessen - Teil 1
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage von Christiane Böhm (Die Linke) thematisiert die Wohnkostenlücke im SGB II in Hessen. Es wird aufgezeigt, dass viele Menschen im Hartz-IV-Bezug erhebliche Mietkosten selbst tragen müssen, weil diese als unangemessen eingestuft werden. Die Anfrage zielt darauf ab, die finanziellen Auswirkungen auf die Betroffenen zu beleuchten.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Menschen in Hessen, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, insbesondere Hartz-IV-Empfänger und deren Bedarfsgemeinschaften.
🎯 Was wird gefragt?
Die Anfrage stellt mehrere Fragen zur Anzahl der Leistungsberechtigten, den Kosten der Unterkunft, den nicht übernommenen Kosten und deren Höhe sowie zur Situation von Bedarfsgemeinschaften mit Kindern.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Antworten der Landesregierung zeigen, dass in den Jahren 2015 bis 2019 eine signifikante Anzahl von Bedarfsgemeinschaften in Hessen von nicht übernommenen Kosten betroffen war. Im Jahr 2018 betrugen die nicht übernommenen Kosten insgesamt 38.419.108 Euro. Die durchschnittliche Differenz je Bedarfsgemeinschaft lag 2018 bei 988,23 Euro.
⚡ Einordnung
Die Fragesteller weisen darauf hin, dass im Jahr 2018 rund 538 Millionen Euro an Mietkosten von Hartz-IV-Empfängern selbst getragen werden mussten. Die Landesregierung hat auf die Komplexität der Ursachen für die Abweichungen zwischen tatsächlichen und anerkannten Kosten hingewiesen.