❓ Dokument 20/3721
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage von Dr. Daniela Sommer thematisiert die Durchführung von MDK-Begutachtungen in Hessen während der Corona-Pandemie. Es wird untersucht, wie sich die Aussetzung von Hausbesuchen auf die Ermittlung des Pflegegrades ausgewirkt hat.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Pflegebedürftige in Hessen, die einen Antrag auf einen Pflegegrad gestellt haben sowie die Gutachter des Medizinischen Dienstes.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Es werden Fragen zur Anzahl der Begutachtungen, den Ergebnissen der Gutachten, der Anzahl der Widersprüche und der Qualität der telefonischen Begutachtungen gestellt.
🔎 Was wurde geantwortet?
Seit dem 16. März 2020 gab es 85.641 Begutachtungen. Von 39.107 Erstanträgen wurden 6.046 ohne Pflegegrad, 8.938 mit Pflegegrad 1, 14.662 mit Pflegegrad 2, 7.166 mit Pflegegrad 3, 1.743 mit Pflegegrad 4 und 552 mit Pflegegrad 5 bewertet. Bei 8.345 Widersprüchen wurde in 5.206 Fällen das Ergebnis bestätigt.
⚡ Einordnung
Die Anfrage beleuchtet die Herausforderungen und Veränderungen im Begutachtungsprozess während der Pandemie. Es gibt Bedenken, dass die telefonische Begutachtung nicht den tatsächlichen Hilfebedarf erfasst. Die Diskussion über die Qualität der Begutachtungen und die Zufriedenheit der Antragsteller ist politisch relevant.