❓ Sammlungsgüter aus kolonialem Kontext, Teil I
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage von Dr. Frank Grobe und Heiko Scholz thematisiert den Umgang mit Sammlungsgütern aus kolonialem Kontext und die offenen Fragen, die im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst nicht beantwortet wurden. Die Fragesteller möchten mehr über die Rückgabeansprüche und die rechtlichen Rahmenbedingungen erfahren.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Länder, die Herkunftsgesellschaften der Sammlungsgüter sowie die Einrichtungen, die diese Kulturgüter verwahren.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller fragen nach dem Umfang der betroffenen Gegenstände, den Verfahren zur Geltendmachung von Rückgabeansprüchen, der Überprüfung der Ansprüche sowie den Kosten, die mit der Provenienzforschung verbunden sind.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung hat auf die Fragen geantwortet, dass keine Schätzungen zum Umfang möglicher Rückgaben vorliegen. Es gibt keine rechtliche Grundlage für Rückgabeansprüche, und die Provenienzforschung wird als wichtiges Instrument zur Klärung der Herkunft der Sammlungsgüter hervorgehoben. Finanzielle Mittel für die Provenienzforschung wurden bereitgestellt.
⚡ Einordnung
Die Fragesteller äußern, dass die Rückgabeforderungen erst nach über 100 Jahren aufkommen. Die Landesregierung antwortet, dass die Provenienzforschung als Grundlage für die Beurteilung der Herkunft der Sammlungsgüter dient und dass jährlich 215.000 € für die Landesmuseen bereitgestellt werden.