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BrandenburgKleine AnfrageAfD

❓ Wasserstofftechnologie - Ökologische Betrachtung zum Thema Wasserstoff

2. Februar 2026Dokument 8/2366 · WP 8Brandenburg
Lars Günther
Wasserstoffgrüner WasserstoffElektrolyseWasserstoffbusseEnergieversorgung

📋 Worum geht es?

Die Fragesteller stellen die ökologische Einordnung von Wasserstofftechnologie infrage. Sie behaupten, dass 'grüner' Wasserstoff aufgrund der Abhängigkeit erneuerbarer Energien von fossilen oder nuklearen Backup-Kapazitäten, problematischer Produktions- und Recyclingketten bei Wind- und Solaranlagen sowie hoher Importabhängigkeit bei Wasserstoff und Wasser nicht wirklich 'grün' sei. Sie verweisen zudem auf aus ihrer Sicht gescheiterte oder stockende Wasserstoffprojekte wie Busflotten und Regionalzüge.

👥 Wer ist betroffen?

Die Landesregierung Brandenburg, das brandenburgische Wasserstoff-Startnetz, die Stadt Cottbus mit ihrer Wasserstoffbusflotte, sowie allgemein Nutzer und Investoren von Wasserstoffinfrastruktur in Brandenburg und Deutschland.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller stellen 17 Fragen, u. a.: Wie kann 'grüner' Wasserstoff angesichts wetterabhängiger erneuerbarer Energien tatsächlich grün sein (Frage 1)? Wie wird verhindert, dass Wasserstoffproduktion zusätzliche fossile Kraftwerksleistung erfordert (Frage 2)? Wie bewertet die Landesregierung die ökologischen Aspekte chinesischer Produktionshintergründe, unterentwickeltes Recycling, Wassermangel in Erzeugerländern, Energieverluste bei der Verarbeitung und die Streuung der Importrouten (Frage 3, a–e)? Gibt es Berechnungen zu CO2-Kosten durch Transportumwege (Frage 4)? Welches technische Nachspiel droht der Cottbuser Busflotte, falls sie nicht in Betrieb geht, und wie werden ökologische Folgeschäden sowie eine Wiederholung der Beschaffungsreihenfolge verhindert (Fragen 5–7)? Sieht die Landesregierung die Gefahr größerer Rückbauprozesse (Frage 8) sowie Risiken durch Anschläge auf Wasserstoffinfrastruktur (Frage 9)? Wie realistisch sind langfristige Lieferketten aus politisch instabilen Regionen und welche Alternativen bei Lieferausfällen bestehen (Fragen 10–11)? Warum transportiert das Wasserstoff-Startnetz bislang nur den technischen Mindestdruck, welche Abnehmer stehen bereit (Fragen 12–13)? Wie bewertet die Landesregierung den Betrieb der Heidekrautbahn (RB27) mit Wasserstoff, den Bundesrechnungshofbericht sowie internationale Rückzüge aus Wasserstoffprojekten (Fragen 14–16)? Wie soll die Finanzierung angesichts wegfallender Investoren gesichert werden (Frage 17)?

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage der AfD-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt in diesem Dokument noch nicht vor. Die Fragesteller führen zur Begründung mehrere Zahlenangaben an, die sie selbst als Belege anführen: eine Importquote von bis zu 70 Prozent bei Wasserstoff(-derivaten), eine Tabelle mit Entfernungen (2.300 bis 14.500 km) und Süßwasserentnahmequoten (0,9 bis 1.587,3 Prozent) für zwölf potenzielle Lieferländer, Energieverluste von bis zu 70 Prozent bei Verflüssigung, Ammoniakumwandlung, Verschiffung und Rückverarbeitung (mit Verweis auf einen Tagesschau-Bericht), 130 ungenutzte Wasserstoffbusse in britischen Kommunen (ca. 83 Mio. Euro Kosten, Stand Mai 2025), 46 neue, bislang ungenutzte Wasserstoffbusse in Cottbus (ca. 30 Mio. Euro, Stand Dezember 2025, Tankstelle und Elektrolyseur fehlten laut Fragestellern), 27 ungenutzte Wasserstoff-Regionalzüge in Gießen (ca. 500 Mio. Euro Kosten) sowie einen E-Auto-Anteil am Fahrzeugbestand von ca. 4,1 Prozent Ende 2025. Die Fragesteller verweisen zudem auf einen Sonderbericht des Bundesrechnungshofes, laut dem die gesteckten Wasserstoffziele auch mit Importen nicht erreicht würden (laut einem von den Fragestellern zitierten Focus-Online-Bericht).

⚡ Einordnung

Eingereicht von der AfD-Fraktion (Abgeordneter Lars Günther) am 02.02.2026, ausgegeben am 03.02.2026 als Kleine Anfrage Nr. 878. Eine Antwort der Landesregierung ist im vorliegenden Dokument nicht enthalten. Die Fragesteller stützen ihre Darstellung auf 14 Fußnoten mit Verweisen auf Medienberichte (u. a. MOZ, Tagesschau, Focus, BZ Berlin, BR, CHIP, dena, marketscreener) sowie auf die AQUASTAT-Datenbank der FAO. In Frage 9 bezeichnen die Fragesteller mutmaßliche Angriffe auf Wasserstoffinfrastruktur im Südwesten Berlins als 'linksextremistische Anschläge' — dies ist eine Zuschreibung der Fragesteller, die im Dokument nicht weiter belegt wird.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2366, Wahlperiode 8, eingereicht 2. Februar 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.