❓ Schienenpersonennahverkehr - Ausbau des Prignitz-Express (RE6) - Trassenführung, Machbarkeitsstudie und Auswirkungen auf die Anbindung des Berliner Umlandes
📋 Worum geht es?
Der RE6 (Prignitz-Express) verkehrt derzeit wegen Bauarbeiten im Korridor Hamburg–Berlin über eine Umleitungsstrecke via Löwenberg (Mark) und Oranienburg. In der öffentlichen Diskussion wird erörtert, ob diese Umleitung dauerhaft zur Linienführung werden könnte, um die Stadt Neuruppin direkt an Berlin anzubinden. Der Fragesteller möchte von der Landesregierung wissen, welche Planungen sie zu Ausbau und künftiger Streckenführung des RE6 verfolgt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Fahrgäste und Kommunen entlang der Strecke, insbesondere die Stadt Neuruppin sowie die Kommunen Kremmen, Oberkrämer, Velten und Hennigsdorf, die laut Medienberichten ihre bisherige Direktanbindung durch den RE6 verlieren könnten. Außerdem betroffen ist die Regionalbahnlinie RB32 mit ihrer Anbindung an den Flughafen BER.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte von der Landesregierung wissen: 1) welche Planungen zu Ausbau und Linienführung des RE6 aktuell verfolgt werden; 2) ob die derzeitige Umleitung über Löwenberg (Mark)/Oranienburg dauerhaft geprüft oder verstetigt werden soll; 3) ob die von Dritten beauftragte Machbarkeitsstudie in die eigene Ausbauplanung im Rahmen des i2030-Projekts einbezogen wird; 4) welche infrastrukturellen Maßnahmen (z. B. Streckenausbau, Elektrifizierung, Kapazitätsanpassungen) für eine dauerhafte Führung über diese Strecke nötig wären; 5) mit welchen Investitions- und Planungskosten dies verbunden wäre; 6) welche Kosten dem Land bislang durch Planungen und Variantenprüfungen zur RE6-Streckenführung entstanden sind; 7) welche Auswirkungen eine dauerhafte Verlagerung auf Kremmen, Oberkrämer, Velten und Hennigsdorf hätte; 8) welche verkehrlichen Nachteile für Fahrgäste in diesen Kommunen zu erwarten wären; 9) welche Auswirkungen eine Umstellung auf die RB32 und deren Anbindung an den Flughafen BER über Oranienburg hätte; 10) ob die RB32 im Falle einer RE6-Umstellung wegen Kapazitätsengpässen künftig nicht mehr über Oranienburg zum Flughafen BER verkehren könnte.
⚡ Einordnung
Das Dokument enthält nur die Anfrage; eine Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die Anfrage wurde von Andreas Noack (SPD-Fraktion) eingereicht. Laut Fragesteller hat der Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin eine Machbarkeitsstudie zur dauerhaften Streckenführung beauftragt; Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Neuruppin sprechen sich laut Fragesteller für den Erhalt der Führung über Löwenberg (Mark) und Oranienburg aus, während laut Medienberichten aus Kremmen eine dauerhafte Umleitung Nachteile für Kremmen, Oberkrämer, Velten und Hennigsdorf bedeuten würde. Die Anfrage bezieht sich zudem auf das Ausbauprojekt i2030 sowie auf eine für den 9. März angesetzte Informationsveranstaltung in Neuruppin.