❓ Tagebau - Tatsächliche Verdunstungsflächen von Tagebaurestlöchern
📋 Worum geht es?
Die Anfrage greift eine frühere Antwort der Landesregierung auf, wonach sich die Wasserfläche der Tagebaurestlöcher in der Lausitz nach Ende des Braunkohletagebaus auf ca. 15.000 ha einstellen und eine Verdunstung von ca. 3,57 m³/s entstehen soll (laut Antwort auf Drucksache 8/2249, bezogen auf eine vorherige Fläche von ca. 12.500 ha im Jahr 2019 mit einer Verdunstung von 92,5 Mio. Kubikmetern bzw. 2,97 m³/s). Die Fragesteller führen an, dass sich allein aus veröffentlichten Rahmenplänen und weiteren Landesdokumenten für den Cottbuser Ostsee (1.900 ha), die drei Jänschwalder Seen (500 ha) und den Welzower See (1.950 ha) zusätzliche Flächen von zusammen 4.350 ha ergeben, was nach ihrer Rechnung mindestens 16.850 ha ergebe – ohne die noch nicht bezifferten Flächen für die geplante Flutung von Nochten/Reichwalde.
👥 Wer ist betroffen?
Die Landesregierung Brandenburg als Antwortgeberin, der Bergbaubetreiber LEAG als möglicher Kostenbeteiligter sowie die Lausitzer Region mit den entstehenden Tagebaufolgeseen (u.a. Cottbuser Ostsee, Jänschwalder Seen, Welzower See, Nochten/Reichwalde).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller fragen: 1. Auf welcher Grundlage die Angabe von „ca. 15.000 ha“ beruht und wie dieser Wert ermittelt wurde. 2. Wie die Landesregierung die Diskrepanz zwischen diesem Wert und dem aus Fachplanungen des Landes errechenbaren Wert erklärt. 3. Von welcher Gesamtwasserfläche und welchem Verdunstungswert (in m³/s) die Landesregierung nach Auslaufen der Braunkohlenförderung nun ausgeht. 4. Welche Maßnahmen die Landesregierung zur Verringerung der Verdunstungsverluste für geeignet und umsetzbar hält und ob bzw. wie die LEAG inhaltlich und kostenseitig an deren Umsetzung beteiligt werden soll.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Referenziert wird eine frühere Antwort der Landesregierung (Drucksache 8/2249) auf eine vorangegangene Kleine Anfrage Nr. 801, in der eine mittlere jährliche Verdunstung von 92,5 Mio. m³ (2,97 m³/s) bei ca. 12.500 ha Seefläche für 2019 sowie eine erwartete Verdunstung von ca. 3,57 m³/s bei ca. 15.000 ha Gesamtwasserfläche nach Auslaufen des Braunkohletagebaus genannt wurden.
⚡ Einordnung
Eingereicht von der BSW-Fraktion (Abgeordneter Sven Hornauf). Die Anfrage bezieht sich ausdrücklich auf die Antwort der Landesregierung in Drucksache 8/2249 zur vorangegangenen Kleinen Anfrage Nr. 801. Die Fragesteller führen als Flächenangaben aus Rahmenplänen und weiteren Landesdokumenten an: Cottbuser Ostsee 1.900 ha, drei Jänschwalder Seen zusammen 500 ha, Welzower See 1.950 ha; daraus errechnen sie eine Gesamtfläche von mindestens 16.850 ha gegenüber der von der Landesregierung genannten ca. 15.000 ha. Eine Antwort der Landesregierung zu den gestellten Fragen liegt in diesem Dokument nicht vor.