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BrandenburgKleine Anfrage

❓ Selbsthilfe - Selbsthilfeangebote für Kinder und Jugendliche zur Förderung der mentalen Gesundheit im Land Brandenburg

27. Februar 2026Dokument 8/2480 · WP 8Brandenburg
Melanie Matzies
mentale GesundheitSelbsthilfeKinder und JugendlichePräventionJugendhilfe

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit Selbsthilfegruppen und peer-basierten Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche mit dem Schwerpunkt mentale Gesundheit im Land Brandenburg. Die Fragestellerin verweist darauf, dass Studien wie die BELLA-Studie des Robert Koch-Instituts und die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigten, dass mehr als ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten aufweise und über ein Drittel unter Einsamkeit leide.

👥 Wer ist betroffen?

Kinder und Jugendliche in Brandenburg, insbesondere laut den genannten Studien Mädchen sowie Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status; außerdem Bildungseinrichtungen, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und das Ministerium für Gesundheit und Soziales.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin möchte wissen: 1. Ob es in Brandenburg Selbsthilfegruppen oder ähnliche Angebote für Kinder und Jugendliche zur mentalen Gesundheit gibt (aufgeschlüsselt nach Landkreisen/kreisfreien Städten, Zielgruppen, Schwerpunkten und Trägerschaft). 2. In welcher Form diese Angebote durch das MBJS auf Grundlage von SGB VIII, AG SGB VIII Brandenburg und Landesjugendplan unterstützt werden. 3. Welche landesweiten Programme, Fachkonzepte oder Förderlinien des MBJS zur Umsetzung der Aufgaben nach §§ 11–14 SGB VIII in diesem Bereich bestehen und wie das MBJS die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags bewertet. 4. Wie das MBJS unterschiedlichen Rahmenbedingungen zwischen ländlichen Räumen und kreisfreien Städten Rechnung trägt. 5. Welche Maßnahmen das MBJS plant, um die Sichtbarkeit solcher Angebote zu verbessern.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport keine entsprechenden Selbsthilfegruppen oder selbsthilfeähnlichen Angebote bekannt sind, da die Zuständigkeit für Gesundheit beim Ministerium für Gesundheit und Soziales liegt. Auch dort gebe es keine zentrale Erfassung solcher Angebote. Informationen fänden sich auf der Internetseite der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen Brandenburg e. V. (LAGS), die 1992 gegründet wurde und ein landesweites Netz von Selbsthilfekontakt- bzw. Unterstützungsstellen aufgebaut hat; weitere regionale Informationen könnten bei den sozialpsychiatrischen Diensten der Gesundheitsämter erfragt werden. Laut Landesregierung gebe es grundsätzlich keine finanzielle, fachliche oder organisatorische Unterstützung solcher Angebote durch das MBJS, da dafür keine Grundlage im SGB VIII, im Kinder- und Jugendgesetz des Landes Brandenburg oder im Landesjugendplan zu erkennen sei. Es bestünden zudem keine landesweiten Programme, Fachkonzepte oder Förderlinien des MBJS in diesem Bereich, und solche seien auch nicht geplant.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies eingereicht (Drucksache 8/2349) und von der Landesregierung, vertreten durch den Minister für Bildung, Jugend und Sport, beantwortet. Die Landesregierung verweist auf eine Zuständigkeitsverteilung, nach der das Thema Gesundheit beim Ministerium für Gesundheit und Soziales liegt. Konkrete Zahlen zu Fallzahlen oder Angeboten werden von der Landesregierung nicht genannt; sie verweist stattdessen auf die LAGS als externe Informationsquelle. Zu den Fragen 2 bis 5 antwortet die Landesregierung übereinstimmend, dass keine Unterstützung, Programme oder Maßnahmen bestehen oder geplant sind.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2480, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.