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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Apotheke - Notfall beim Apotheken-Notdienst im Land Brandenburg: Auswirkungen des aktuellen Modellprojektes auf die Arzneimittelversorgung im ländlichen Raum

17. März 2026Dokument 8/2574 · WP 8Brandenburg
Andreas Kutsche
Apotheken-NotdienstArzneimittelversorgungländlicher RaumApothekensterbenVersandhandel

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit einem seit dem 01.03.2026 laufenden Modellprojekt in Brandenburg, bei dem jede Apotheke nur noch alle 20 Tage zum Notdienst verpflichtet wird, statt wie bisher meist alle 13 Tage. Hintergrund ist laut dem Fragesteller die seit Jahren sinkende Zahl an Apotheken im Land: 2017 habe eine Apotheke noch rund 4.300 Menschen versorgt, aktuell seien es bis zu 4.900. Der Fragesteller sieht durch die längeren Dienstintervalle und damit verbundenen weiteren Fahrtwege die Versorgungssicherheit gefährdet, insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen in strukturschwachen, ländlichen Regionen.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum Brandenburgs, insbesondere ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, sowie Apothekenbetreiber. Genannt wird außerdem beispielhaft die Region Prignitz im Grenzbereich zu Sachsen-Anhalt.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte von der Landesregierung wissen: 1) wie sich die Zahl der Apotheken in Brandenburg seit 2015 nach Jahren und Landkreisen entwickelt hat; 2) welche konkreten Veränderungen das Modellprojekt bei Dienstzahl, -frequenz und grenznahen Kreisen bewirkt; 3) welche durchschnittlichen Entfernungen zu einer Notdienstapotheke derzeit zurückzulegen sind; 4) in welchen Regionen die Landesregierung eine besondere Gefährdung der Notdienst-Sicherstellung sieht; 5) welche Erkenntnisse über Fälle vorliegen, in denen Patienten Medikamente nicht oder nur schwer erhalten konnten; 6) ob eine wissenschaftliche Evaluation des Modellprojekts geplant ist und mit welchem Zeitplan; 7) welche neuen Versorgungsmodelle angesichts von Online-Versandhandel und Apothekenrückgang gefördert werden könnten; 8) welche Erkenntnisse zur Entwicklung des Online-Versandhandelsanteils und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen auf Vor-Ort-Apotheken vorliegen; 9) inwiefern der neue Pharmaziestudiengang an der BTU Cottbus-Senftenberg zur Stabilisierung der Arzneimittelversorgung beitragen kann.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von Andreas Kutsche von der BSW-Fraktion eingereicht. Der Fragesteller beruft sich auf Zahlen der Landesapothekerkammer Brandenburg (Magazin „tacheles“, Ausgabe 1/2026), wonach eine Apotheke 2017 rund 4.300 und aktuell bis zu 4.900 Menschen versorgt. Laut Anfrage ist das Modellprojekt zur Neuorganisation des Apotheken-Notdienstes mit einheitlichem 20-Tage-Rhythmus vom 01.03.2026 bis Ende 2026 befristet eingeführt worden, zuvor habe in den meisten Kreisen ein 13-tägiger Turnus gegolten. Die Einschätzung einer dadurch gefährdeten Versorgungssicherheit ist eine Bewertung des Fragestellers, keine Feststellung der Landesregierung. Als weitere Quelle wird ein Artikel im Nordkurier vom 28.02.2026 zu den Auswirkungen in der Prignitz genannt.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2574, Wahlperiode 8, eingereicht 17. März 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.