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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Sparkasse - Entwicklung der Versorgung mit kredit- und geldwirtschaftlichen Leistungen der Sparkassen im Land Brandenburg

6. Mai 2026Dokument 8/2777 · WP 8Brandenburg
Christian Dorst
SparkassenFilialsterbenGeldautomatenBargeldversorgungländlicher Raum

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Rückgang von Bankfilialen und Geldautomaten der Sparkassen im Land Brandenburg. Die Fragesteller verweisen auf Angaben der Deutschen Bundesbank, wonach sich die Zahl der Bank- und Sparkassenfilialen in Deutschland 2024 um 1.631 Standorte (8,4 %) auf 17.870 verringert habe, nach Rückgängen von rund 5 % (2023) und 6 % (2022). Als Gründe nennen die Fragesteller die zunehmende Nutzung von Online-Banking sowie die schwache Ertragslage einzelner Banken in der Niedrigzinsphase.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Bevölkerung in ländlichen Regionen Brandenburgs, insbesondere ältere Menschen, sowie die aktuell 11 Sparkassen im Land Brandenburg als Anstalten des öffentlichen Rechts.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller fragen die Landesregierung: 1) wie viele Filialen, Selbstbedienungscenter und reine Geldautomatenstandorte es von 2004 bis 2025 bei den 11 Sparkassen gab, aufgeschlüsselt nach Landkreis/kreisfreier Stadt und möglichst gemeinde- bzw. ortsteilscharf pro Jahr; 2) wie die Landesregierung die Entwicklung der Versorgung mit kredit- und geldwirtschaftlichen Leistungen von 2004 bis 2025 bewertet; 3) welche Bedeutung sie der Bargeldversorgung der Bevölkerung beimisst; 4) wie viele Geldausgabeautomaten der Sparkassen im Zeitraum 2004 bis 2025 Ziel von Diebstählen, Einbrüchen oder Einbruchsversuchen wurden; 5) was die Landesregierung unternimmt, um die flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen; 6) ob Gesetzesinitiativen für eine Mindestanzahl an Sparkassenfilialen im ländlichen Raum geplant sind; 7) wie der Erhalt von Filialen bzw. eine Mindestabsicherung im ländlichen Raum sichergestellt werden soll; 8) wie die Landesregierung die Forderung der Verbraucherzentrale Brandenburg bewertet, im Brandenburgischen Sparkassengesetz gesetzliche Anforderungen an Bankautomaten- und Filialversorgung sowie ein Mindestangebot verbraucherfreundlicher Produkte (analog zum bundesrechtlichen Universaldienst bei der Post) zu regeln, und welchen Handlungsbedarf sie auf Landesebene sieht.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Christian Dorst (BSW-Fraktion) eingereicht. Die Fragesteller berufen sich auf eine Bundesbank-Information vom Juli 2025 sowie einen ntv.de-Artikel über den Rückgang der Bankfilialen in Deutschland 2024 (minus 1.631 Standorte bzw. 8,4 % auf 17.870) und nennen Vorjahresrückgänge von rund 5 % (2023) und 6 % (2022). Sie verweisen auf § 2 Abs. 1 des Brandenburgischen Sparkassengesetzes (BbgSpkG), der den Sparkassen einen gesetzlichen Auftrag zur Sicherstellung der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung in ihrem Geschäftsgebiet zuweist, sowie auf eine Forderung der Verbraucherzentrale Brandenburg nach gesetzlichen Mindestanforderungen an Filial- und Automatenversorgung im BbgSpkG, mit Verweis auf die bundesrechtliche Universaldienstregelung bei der Post.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2777, Wahlperiode 8, eingereicht 6. Mai 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.