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BrandenburgKleine AnfrageAfD

❓ Jugendarbeitslosigkeit - Arbeitslosigkeit junger Menschen im Land Brandenburg

20. Mai 2026Dokument 8/2844 · WP 8Brandenburg
Dr. Hans-Christoph Berndt, Fabian Jank
JugendarbeitslosigkeitAkademikerBerufsausbildungArbeitsmarktFachkräftesicherung

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Arbeitslosigkeit junger Menschen zwischen 15 und unter 30 Jahren in Brandenburg im Zeitraum 2020 bis 2025, insbesondere mit deren schulischen und beruflichen Qualifikationen. Die Fragesteller verweisen auf einen Bericht von ZDFheute, wonach sich die Zahl arbeitsloser Akademiker unter 30 Jahren bundesweit zwischen 2022 und 2025 nahezu verdoppelt habe. Die Landesregierung legt dazu Statistiken der Bundesagentur für Arbeit vor und erläutert geplante und bestehende Förderprogramme für den Berufseinstieg junger Menschen und Akademiker.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind junge Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 30 Jahren in Brandenburg, insbesondere Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sowie arbeitslose Akademikerinnen und Akademiker. Regional betroffen sind unter anderem die Landkreise Spree-Neiße, Uckermark, Prignitz, Ost-Prignitz, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, für die die Landesregierung einen stärkeren Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials bis 2030 nennt.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller fragen unter anderem: Wie viele 15- bis unter 30-Jährige waren 2020 bis 2025 arbeitslos, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen? Über welche Schulabschlüsse verfügten diese jungen Arbeitslosen? Über welche beruflichen bzw. akademischen Qualifikationen verfügten sie? Wie viele arbeitslose Akademiker unter 30 Jahren gab es pro Jahr? Wird nach Art des Hochschulabschlusses, Hochschulart, Fachrichtung, Dauer der Arbeitslosigkeit oder Alter differenziert? Wie beurteilt die Landesregierung die Entwicklung seit 2020? Welche Ursachen sieht sie für eine mögliche Zunahme der Akademikerarbeitslosigkeit? Welche Maßnahmen ergreift oder plant sie, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken und den Berufseinstieg von Akademikern zu verbessern?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung legt in einer Anlage eine Zeitreihe der Bundesagentur für Arbeit (Stand März 2026) vor: Die Zahl der 15- bis unter 30-jährigen Arbeitslosen in Brandenburg lag 2020 bei 13.953, sank bis 2022 auf 11.779 und stieg bis 2025 wieder auf 16.044, aufgeschlüsselt unter anderem nach Schulabschlüssen (z. B. 2025: 4.340 ohne Hauptschulabschluss, 3.992 mit Hauptschulabschluss, 3.768 mit mittlerer Reife, 762 mit Fachhochschulreife). Eine Differenzierung nach Meister-/Techniker-Fachabschluss sowie nach Art des Hochschulabschlusses, Hochschulart oder Fachrichtung wird laut Landesregierung in der Statistik der Bundesagentur nicht erhoben; entsprechende Daten liegen ihr nicht vor. Die Landesregierung antwortet, dass die Arbeitslosigkeit unter 30-Jähriger zwischen 2020 und 2022 deutlich zurückging, 2022 ihren Tiefststand erreichte und seit 2023 wieder ansteigt, was sie auf die konjunkturelle Schwächephase zurückführt. Junge Akademiker seien vergleichsweise am wenigsten betroffen gewesen; das höchste Arbeitslosigkeitsrisiko hätten junge Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung getragen. Als Ursachen nennt die Landesregierung Einstellungszurückhaltung der Unternehmen, ein verringertes Stellenangebot, Strukturwandel und einen qualifikatorischen Mismatch zwischen Bewerberkompetenzen und Arbeitsmarktanforderungen. Als Maßnahmen nennt sie das Landesprogramm „Assistierte Ausbildung Brandenburg“ (jährlich gut 1 Mio. Euro, bis Ende 2028 verlängert), die PAV-Richtlinie, das ESF+-Programm „Perspektive Job – Jugend in Ausbildung und Arbeit“ (für 18- bis unter 27-Jährige), die ESF+-Förderrichtlinie „Wissenschaft und Forschung“, CareerCenter und Graduate Schools der Hochschulen sowie die ESF+-Förderrichtlinie „Brandenburger Innovationsfachkräfte (BIF 2022)“.

⚡ Einordnung

Die Kleine Anfrage Nr. 992 (Drucksache 8/2718) wurde von den Abgeordneten Dr. Hans-Christoph Berndt und Fabian Jank (beide AfD-Fraktion) eingereicht. Die Antwort erfolgte namens der Landesregierung durch den Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt und liegt mit Drucksache 8/2844 vor, eingegangen am 20.05.2026. Die genannten Zahlen stammen laut Landesregierung vom Statistikservice der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand März 2026). Die Fragesteller stützen ihre Vorbemerkung auf einen ZDFheute-Bericht vom 03.02.2026 zu bundesweiten Zahlen arbeitsloser Akademiker unter 30 Jahren. Die Landesregierung nennt für das Programm „Assistierte Ausbildung Brandenburg“ ein jährliches Budget von gut 1 Mio. Euro mit Verlängerung bis Ende 2028; das Programm „Perspektive Job“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) finanziert.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2844, Wahlperiode 8, eingereicht 20. Mai 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.