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BrandenburgKleine AnfrageAfD

❓ Krankenhaus - Schließung der Kinderklinik in Ludwigsfelde

9. Juni 2026Dokument 8/2950 · WP 8Brandenburg
Daniel Freiherr von Lützow, Dr. Daniela Oeynhausen
KinderklinikKrankenhausreformKrankenhausplanungstationäre VersorgungPädiatrie

📋 Worum geht es?

Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow hat laut den Fragestellern angekündigt, seine Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zum 31. Juli 2026 zu schließen. Die stationäre Versorgung soll ab dem 1. August 2026 vom Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam übernommen werden. Als Gründe nennt der Träger laut den Fragestellern die bundesweite Krankenhausreform mit stärkerer Spezialisierung und mehr ambulanter Behandlung sowie eine zuletzt nur noch rund 20-prozentige Auslastung der Station. Die AfD-Fraktion fragt die Landesregierung zu Hintergründen, Bedarfsermittlung und Folgen der Schließung.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Familien und Kinder im Versorgungsbereich der Kinderklinik Ludwigsfelde im Landkreis Teltow-Fläming, die Beschäftigten der Abteilung, das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow als Träger sowie das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam als künftiger Versorger.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollen unter anderem wissen: wie sich Bettenzahl, Versorgungsbereich samt Bevölkerungsentwicklung, Bettenauslastung sowie Fallzahlen und Verweildauer der Kinderklinik seit 2014 jährlich entwickelt haben; wie der Bedarf für den vierten Krankenhausplan 2021 ermittelt wurde und wie sich die niedrige Auslastung trotz dieses erst fünf Jahre alten Plans erklärt; wie viele Stellen welcher Art durch die Schließung wegfallen; wann und wie die Landesregierung über die geplante Schließung informiert wurde; wie die Mitarbeiter informiert wurden und welche Sozialpläne es gibt; welche Unterstützungsangebote die Landesregierung zum Erhalt der Abteilung gemacht hat; ob und wie sich die Schließung auf die Investitionspauschale des Landes auswirkt; welche Mittel der Träger an wen zurückzahlen muss; welche Gutachten herangezogen wurden und wie die Landeskonferenz für Krankenhausplanung den Antrag bewertet hat; sowie welches ambulante Konzept für pädiatrische Notfälle, Nacht- und Wochenenddienst sowie Notfall-Diagnostik am Standort nach der Schließung vorgesehen ist.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt in diesem Dokument noch nicht vor. Die Fragesteller berichten, dass Gesundheitsminister Wilke die Schließung als weitgehend unvermeidbar bezeichnet und erklärt habe, sie wäre auch ohne die Krankenhausreform erfolgt, und dass er mit weiteren vergleichbaren Fällen in Brandenburg rechne. Die Fragesteller verweisen zudem auf eine Online-Petition zum Erhalt der Kinderklinik, die nach ihren Angaben mehr als 5.000 Unterschriften erreicht habe.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Kleine Anfrage von den Abgeordneten Daniel Freiherr von Lützow und Dr. Daniela Oeynhausen der AfD-Fraktion, eingegangen und ausgegeben am 09.06.2026. Die Fragesteller stützen ihre Darstellung auf Presseberichte von rbb24, Volksstimme und Berliner Zeitung aus Mai 2026. Als Zahl wird eine zuletzt rund 20-prozentige Stationsauslastung sowie mehr als 5.000 Unterschriften einer Petition genannt, jeweils laut den in den Fußnoten zitierten Quellen. Laut den Fragestellern hat Gesundheitsminister Wilke die Schließung als weitgehend unvermeidbar bezeichnet und weitere vergleichbare Fälle in Brandenburg für möglich erklärt. Eine Antwort der Landesregierung ist in diesem Dokument nicht enthalten.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/2950, Wahlperiode 8, eingereicht 9. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.