❓ Fahrausweis - Verbreitung des sog. Deutschlandtickets in Brandenburg und daraus entstehende Einnahmen
📋 Worum geht es?
Die Anfrage der Fraktion AfD befasst sich mit der Verbreitung des Deutschlandtickets in Brandenburg und den dadurch entstehenden Einnahmen. Es geht um die jährlichen Einnahmen aus dem Ticketverkauf seit der Einführung 2023, um einen Vergleich mit den Fahrgasteinnahmen vor Einführung des Tickets sowie um Nutzerzahlen bei Studierenden, Schülern und Jobticket-Beziehern.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Nutzer des Deutschlandtickets in Brandenburg, die Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), der Deutschlandtarifverbund (DTV), Studierende an Brandenburger Hochschulen, Schüler sowie Arbeitgeber und Beschäftigte mit Jobticket, zudem die Landkreise und kreisfreien Städte als Träger der Schülerbeförderung.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller fragen nach den Gesamteinnahmen aus dem Verkauf des Deutschlandtickets in Brandenburg für die Jahre 2023, 2024 und 2025, nach einem Vergleich dieser Einnahmen mit den durchschnittlichen Fahrgasteinnahmen vor Einführung des Tickets, nach der Zahl der Ticketbesitzer mit Meldeadresse in Brandenburg seit 2023, nach der Zahl der Studierenden mit Deutschlandsemesterticket und den damit erzielten Einnahmen, nach Zahl und Einnahmen bei Schülertickets sowie nach der voraussichtlichen Schülerzahl im Schuljahr 2026/2027, und nach der Zahl der als Jobticket bezogenen Deutschlandtickets.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet, dass laut Deutschland-Ticket-Monitor (Stand 21.05.2026) in Brandenburg verkaufte Deutschlandtickets Einnahmen von rund 64 Mio. Euro in 2023, rund 180 Mio. Euro in 2024 und rund 190 Mio. Euro in 2025 erzielten. Die VBB-Gesamteinnahmen für ÖPNV und SPNV in Brandenburg lagen 2022 bei rund 223 Mio. Euro, 2023 bei rund 273 Mio. Euro, 2024 bei rund 273 Mio. Euro und 2025 bei rund 296 Mio. Euro; Einnahmen des Deutschlandtarifverbunds (DTV) sind dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) nicht bekannt. Zur Zahl der Ticketbesitzer mit Meldeadresse in Brandenburg liegen dem MIL keine Informationen vor, da diese Daten nur den vertragshaltenden Verkehrsunternehmen vorliegen. Für Dezember 2025 wurden rund 30,7 Tsd. Deutschlandsemestertickets und rund 48,6 Tsd. Jobtickets in Brandenburg gemeldet; durch Semestertickets wurden rund 8 Mio. Euro (2024) und rund 12 Mio. Euro (2025) erwirtschaftet. Zu Schülertickets (Nutzerzahlen, Einnahmen, Eigenanteile, Prognosen für 2026/2027) liegen dem MIL keine Informationen vor, da diese im Deutschland-Ticket-Monitor nicht separat erfasst werden und die Schülerbeförderung Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte ist.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von den Abgeordneten Heiko Gehring und Daniel Münschke (AfD-Fraktion) unter der Drucksache 8/2786 eingereicht; eine Antwort der Landesregierung, erteilt durch den Minister für Infrastruktur und Landesplanung, liegt vor (Drucksache 8/2968, eingegangen 08.06.2026, ausgegeben 15.06.2026). Alle genannten Zahlen zu Deutschlandticket-Einnahmen und Nutzerzahlen beruhen laut Landesregierung auf dem Deutschland-Ticket-Monitor mit Datenstand 21.05.2026 und können nach Angabe der Landesregierung nachträglich korrigiert werden, da Verkehrsunternehmen die Daten laufend melden. Zu mehreren Fragen (u. a. zu Ticketbesitzern mit Meldeadresse, Schülertickets, DTV-Einnahmen) erklärt die Landesregierung, dass dem MIL keine Informationen vorliegen.