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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Krankenhaus - "Kein Weltuntergang" für Gesundheitsminister Wilke: Auswirkungen der Schließung der Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow zum 31. Juli 2026 auf die bereits angespannte Versorgungslage für kranke Kinder und ihre Familien in der Region Teltow-Fläming

2. Juli 2026Dokument 8/3083 · WP 8Brandenburg
Andreas Kutsche
KinderklinikKrankenhausschließungGesundheitsversorgungAmbulantisierungländlicher Raum

📋 Worum geht es?

Die Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow wird zum 31. Juli 2026 geschlossen. Die Landesregierung antwortet auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Andreas Kutsche (BSW-Fraktion) zu den Hintergründen und Auswirkungen dieser Schließung auf die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region Teltow-Fläming.

👥 Wer ist betroffen?

Familien mit Kindern und Jugendlichen in der Region Ludwigsfelde/Teltow-Fläming, die Stadt Ludwigsfelde, Beschäftigte der Kinderklinik, sowie umliegende Krankenhäuser wie das Klinikum Ernst von Bergmann, das Achenbach Krankenhaus Königs Wusterhausen und das KMG-Klinikum Luckenwalde.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: ob eine krankenhausplanerische Prüfung die Schließung bestätigt hat und wann; ob das Land vor der Trägerentscheidung eingebunden war; ob Dr. Dietmar Woidke als Kuratoriumsmitglied Einfluss auf die Entscheidung genommen hat; welche Auswirkungen auf Rettungswege, Notfallversorgung und Erreichbarkeit zu erwarten sind; wie die Notfallversorgung angesichts weiter Anfahrtswege gewährleistet wird; wie die Lage der kinderärztlichen Unterversorgung im ländlichen Kreisgebiet bewertet wird; ob Übergangs- oder Kooperationsmodelle denkbar sind; wie die Versorgung ab dem 1. August 2026 insbesondere im Winter sichergestellt wird; welche Maßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter geplant sind; und wie die Kritik bewertet wird, dass betriebswirtschaftliche Kennzahlen vor sozialen und medizinischen Notwendigkeiten stehen.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die krankenhausplanerische Prüfung nach Antragseingang am 28. Mai 2026 bis zum 4. Juni 2026 erfolgte. Die Fallzahlen der Pädiatrie in Ludwigsfelde sanken laut Krankenhaus von 1.239 (2020) auf 820 (2025), die Bettenauslastung von 54% auf 44%. Die Versorgung soll künftig über das Klinikum Ernst von Bergmann, eine Tagesklinik am Standort, eine telemedizinische Anbindung der Rettungsstelle sowie ein Austauschformat mit niedergelassenen Kinderärzten erfolgen. Zur Frage nach Woidkes Rolle im Kuratorium antwortet die Landesregierung, sein dortiges Verhalten als Privatperson falle nicht unter das parlamentarische Fragerecht. Täglich würden im Schnitt drei Kinder stationär in Ludwigsfelde behandelt; umliegende Kliniken mit Kinderangebot seien innerhalb von unter 30 Minuten erreichbar, die Rettungsstelle in Ludwigsfelde bleibe für Notfälle bestehen. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Brandenburg liegt der Versorgungsgrad bei Kinderärzten im Planungsbereich Teltow-Fläming bei 147,6% (18 Kinderärzte, 15,75 Vollzeitäquivalente); die Landesregierung teilt die Einschätzung einer drohenden Unterversorgung nicht. Zur Arbeitsmarktfrage verweist die Regierung auf laufende Gespräche des Trägers mit dem Klinikum Ernst von Bergmann zur möglichen Übernahme von Beschäftigten.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Anfrage von Andreas Kutsche (BSW-Fraktion), Drucksache 8/2907; die Antwort der Landesregierung liegt vor (Drucksache 8/3083, eingegangen 02.07.2026, ausgegeben 07.07.2026). Die Landesregierung nennt als Grundlage den Koalitionsvertrag, der laut eigener Angabe den Erhalt aller Krankenhausstandorte mindestens als Standorte der regionalen Gesundheitsversorgung festschreibt, sowie die laut Landesregierung seit mehreren Jahren höchste Investitionsquote aller Bundesländer. Genannte Zahlen: Fallzahlrückgang in der Pädiatrie Ludwigsfelde von 1.239 (2020) auf 820 (2025), Auslastungsrückgang von 54% auf 44%; Versorgungsgrad bei Kinderärzten in Teltow-Fläming laut KVBB 147,6%. Die Landesregierung verweist bei der Frage zu Dr. Woidkes Rolle darauf, dass sein Verhalten als Privatperson im Kuratorium nicht vom parlamentarischen Fragerecht erfasst sei.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3083, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.