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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Lehrer - Verstärkung des Lehrermangels in Brandenburg durch Eigenkündigungen

7. Juli 2026Dokument 8/3104 · WP 8Brandenburg
Sven Hornauf
LehrermangelEigenkündigungAufhebungsvertragUnterrichtsausfallPersonalabgänge

📋 Worum geht es?

Der Fragesteller verweist auf Medienberichte, wonach der Lehrermangel in Brandenburg und Berlin durch Eigenkündigungen vor allem jüngerer Lehrkräfte zwischen 30 und 45 Jahren verstärkt werde. Die Landesregierung antwortet mit statistischen Angaben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu Abgängen von Lehrkräften aus dem Schuldienst in den Zeiträumen 2020/21 bis 2024/25, aufgeschlüsselt nach Abgangsgrund und Altersgruppe.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Lehrkräfte im Schuldienst des Landes Brandenburg, insbesondere die Altersgruppe 30 bis 45 Jahre, sowie die staatlichen Schulämter und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport als Datenquelle.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller fragt, wie viele Eigenkündigungen, Auflösungsverträge, Entlassungen aus dem Beamtenverhältnis auf eigenen Antrag, arbeitgeberseitige Kündigungen und Beendigungen von Beamtenverhältnissen durch das Land es 2020 bis 2025 und bisher 2026 jeweils gab, aufgeschlüsselt nach der Altersgruppe 30 bis 45 Jahre. Zudem wird nach nicht verlängerten befristeten Verträgen, deren Hauptgründen, einer möglichen Weiterverwendung betroffener Lehrkräfte, der Zahl der Überstunden nicht verbeamteter Lehrkräfte sowie nach einer Bewertung der Entwicklung dieser Kennzahlen durch die Landesregierung gefragt.

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Landesregierung stieg die Zahl der Eigenkündigungen von Lehrkräften von 50 (2020/21) auf 104 (2024/25), davon in der Altersgruppe 30-45 Jahre von 22 auf 46. Aufhebungsverträge stiegen von 68 auf 100 (davon 30-45-Jährige von 14 auf 32). Entlassungen aus dem Beamtenverhältnis auf eigenen Antrag lagen zwischen 17 (2020/21) und 70 (2022/23), zuletzt 43 (2024/25). Arbeitgeberseitige Kündigungen bewegten sich zwischen 7 und 15 Fällen pro Zeitraum, Beendigungen von Beamtenverhältnissen durch das Land zwischen 2 und 7. Zu den Fragen 6 bis 9 (Nichtverlängerung befristeter Verträge, Gründe dafür, Weiterverwendung, Überstunden nicht verbeamteter Lehrkräfte) liegen laut Ministerium keine statistischen Daten vor. Die Landesregierung bewertet, dass sich der Anteil der aus eigener Initiative ausgeschiedenen Lehrkräfte in den genannten Zeiträumen erhöht habe und diese Lehrkräfte für die Unterrichtsabsicherung fehlten, Neueinstellungen insbesondere in berlinfernen Räumen teils schwer zu realisieren seien; die Zahl der arbeitgeberseitigen Abgänge sei zwar leicht gestiegen, liege aber weiterhin im üblichen Bereich.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Kleine Anfrage Nr. 1100 (Drucksache 8/2948) vom Abgeordneten Sven Hornauf der BSW-Fraktion; die vorliegende Drucksache 8/3104 enthält die Antwort der Landesregierung, erstellt durch den Minister für Bildung, Jugend und Sport. Datengrundlage aller genannten Zahlen ist das Personalverwaltungsprogramm der staatlichen Schulämter (APSIS), jeweils zum Stichtag 30.09. eines KMK-Berichtszeitraums (01.10. bis 30.09. des Folgejahres); die Angaben beziehen sich nur auf unbefristet beschäftigte Lehrkräfte, nicht auf sonstiges pädagogisches Personal oder Schulassistenzen. Die finale Erfassung für 2025/26 erfolgt erst zum 30.09.2026, weshalb für 2025 und 2026 keine abschließenden Zahlen genannt werden. Die Landesregierung erklärt, die Motive für das Ausscheiden der Lehrkräfte würden statistisch nicht erfasst.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3104, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.