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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Synthetischer Kraftstoff - Wie weiter mit dem Projekt "Brandenburg eSAF" nach der Abwicklung von ZAFFRA?

20. Juli 2026Dokument 8/3137 · WP 8Brandenburg
Niels-Olaf Lüders, Jenny Meyer, Stefan Roth
synthetische Kraftstoffegrüner WasserstoffeSAFFördermittelIndustriepark Schwedt

📋 Worum geht es?

Am 11. Mai 2026 überreichten der Ministerpräsident Brandenburgs und die Bundeswirtschaftsministerin einen Förderbescheid über rund 350 Mio. Euro für das Projekt „Brandenburg eSAF“, ein Joint Venture von ENERTRAG und ZAFFRA zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus grünem Wasserstoff und biogenem Kohlendioxid am Standort Schwedt. Ende Juni 2026 gaben die Mutterunternehmen von ZAFFRA, das dänische Unternehmen Topsoe und der südafrikanische Konzern Sasol, laut den Fragestellern bekannt, dass das Joint Venture ZAFFRA abgewickelt werden soll. Die Fragesteller weisen darauf hin, dass unklar sei, welche Folgen dies für das Projekt „Brandenburg eSAF“ hat.

👥 Wer ist betroffen?

Das Projekt betrifft den Industriestandort Schwedt, die PCK Raffinerie GmbH als Flächeneigentümerin, die Unternehmen ENERTRAG, ZAFFRA, Topsoe und Sasol sowie die Bundesnetzagentur als Treuhänderin der PCK-Anteile und die LEIPA Georg Leinfelder GmbH als möglicher Lieferant von biogenem Kohlendioxid.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollen von der Landesregierung wissen: 1) Höhe der Gesamtinvestition und Aufteilung der 350 Mio. Euro Fördermittel zwischen Bund und Land; 2) ob die Förderung konkret an das Joint Venture ENERTRAG/ZAFFRA gebunden ist oder Partner ausgetauscht werden können; 3) an welche Bedingungen und Tranchen der Fördermittelbescheid geknüpft ist; 4) wann und wie die Landesregierung von der geplanten Abwicklung von ZAFFRA erfahren hat; 5) welchen Planungs- bzw. Umsetzungsstand das Projekt hat und ob bereits fördermittelrelevante Maßnahmen begonnen wurden; 6) welche Gründe für die Abwicklungsentscheidung von Topsoe und Sasol bekannt sind; 7) welche Informationen zu den Auswirkungen der Abwicklung auf das Projekt vorliegen bzw. wann diese erwartet werden; 8) ob es Übernahmeinteressenten für ZAFFRA gibt, die das Joint Venture mit ENERTRAG fortführen wollen; 9) ob alle drei Gesellschafter der PCK Raffinerie GmbH und die Bundesnetzagentur der Flächennutzung zugestimmt haben und ob die Flächenüberlassung an ZAFFRA gebunden ist; 10) wie viel grüner Wasserstoff und biogenes Kohlendioxid für 30.000 Tonnen eSAF nötig sind; 11) in welcher Größenordnung ENERTRAG Elektrolysekapazität errichten will; 12) ob das biogene Kohlendioxid vollständig von der LEIPA Georg Leinfelder GmbH kommt; 13) wie viele Kilowattstunden Strom pro Tonne eSAF benötigt werden.

🔎 Was wurde geantwortet?

Das Dokument enthält nur die Anfrage der BSW-Fraktion; eine Antwort der Landesregierung liegt in diesem Dokument noch nicht vor. Laut den Fragestellern soll der Bau der eSAF-Anlage 2028 beginnen, der Produktionsstart ist für 2030 mit rund 30.000 Tonnen eSAF geplant, und der Förderbescheid beläuft sich auf rund 350 Mio. Euro.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Kleine Anfrage von den Abgeordneten Niels-Olaf Lüders, Jenny Meyer und Stefan Roth der BSW-Fraktion am 20.07.2026, ausgegeben am 21.07.2026. Die Fragesteller nennen eine Fördersumme von rund 350 Mio. Euro, einen geplanten Baubeginn 2028 und Produktionsstart 2030 mit rund 30.000 Tonnen eSAF; diese Angaben stammen aus der Darstellung der Fragesteller, eine Bestätigung durch die Landesregierung liegt in diesem Dokument nicht vor.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3137, Wahlperiode 8, eingereicht 20. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.