❓ Energieversorgung - Umsetzungsstand der Energiestrategie 2040: Stromerzeugung und Stromverbrauch
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Umsetzungsstand der Energiestrategie 2040 in Brandenburg. Es geht um den Stromverbrauch und die Stromerzeugung im Land von 2019 bis 2025, aufgeschlüsselt nach erneuerbaren und fossilen Energieträgern, sowie um den Ausbau von Großbatteriespeichern.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Energiewirtschaft in Brandenburg, Privathaushalte und Industrie als Stromverbraucher, Betreiber von Kraftwerken und Erneuerbare-Energien-Anlagen sowie potenzielle Investoren in Großprojekte wie Rechenzentren.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin erkundigt sich nach: dem Stromverbrauch 2019-2025, der Gesamtstromproduktion im selben Zeitraum, der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (aufgeschlüsselt nach Wind, PV, Biomasse, Wasserkraft), der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern (aufgeschlüsselt nach Braunkohle, Heizöl, Erdgas), der Anzahl und Kapazität von Großbatteriespeichern sowie dem Verhältnis von Stromerzeugung zu -verbrauch im Vergleich zu den Zielen der Energiestrategie 2040 und dem erwarteten zusätzlichen Strombedarf etwa durch Rechenzentren.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet mit konkreten Zahlen: Der Stromverbrauch lag zwischen 13.673 GWh (2023) und 14.881 GWh (2021); für 2025 liegen noch keine Daten vor. Die Bruttostromerzeugung lag zwischen 48.472 GWh (2024) und 53.049 GWh (2019). Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien stieg von 20.088 GWh (2019) auf 24.030 GWh (2024), vor allem durch Wind (bis 14.949 GWh 2024) und PV (bis 6.201 GWh 2024). Fossile Erzeugung sank von 29.545 GWh (2019) auf 21.542 GWh (2024), hauptsächlich Braunkohle. Die Kapazität von Großbatteriespeichern (≥30 kWh) wuchs von 55.698 kWh (42 Anlagen, 2019) auf 321.385 kWh (617 Anlagen, 2025). Laut Landesregierung wird in Brandenburg rund 3- bis 4-mal so viel Strom erzeugt wie verbraucht; das Ziel der Energiestrategie 2040, bis 2030 100% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken, sei bereits 2020 erreicht worden. Zum zusätzlichen Strombedarf durch Rechenzentren könne die Landesregierung mangels belastbarer Datenlage keine konkrete Zahl nennen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Jenny Meyer (BSW-Fraktion) eingereicht (Drucksache 8/3078); die Antwort der Landesregierung liegt vollständig vor und wurde namens der Landesregierung von der Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa erteilt. Die Landesregierung verweist auf Daten der Energieagentur Brandenburg, der Länderarbeitskreis Energiebilanzen (LAK) sowie des Energieportals Brandenburg als Quellen. Die Landesregierung gibt an, dass für 2025 bei mehreren Kennzahlen (Stromverbrauch, Gesamterzeugung, Erzeugung nach Energieträgern) noch keine Daten vorliegen ('n. a.'). Laut Landesregierung wird keine konkrete Zahl zum zusätzlichen Strombedarf durch Rechenzentren genannt, da die entsprechenden Projekte sich noch in der Planungsphase befinden.