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BrandenburgKleine AnfrageBündnis Sahra Wagenknecht

❓ Sonnenenergie - Umsetzungsstand der Energiestrategie 2040: Ausbau von Solarenergie

31. Juli 2026Dokument 8/3201 · WP 8Brandenburg
Jenny Meyer
Photovoltaik-FreiflächenanlagenAgri-PVFlächenverbrauchArtenschutzEnergiestrategie 2040

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Stand des Ausbaus von Photovoltaikanlagen in Brandenburg im Rahmen der Energiestrategie 2040, insbesondere mit Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PV-FFA) und Agri-PV. Es geht um Anlagenzahlen, installierte Leistung, Flächenverbrauch, Lage in oder außerhalb von Schutzgebieten sowie um Ausgleichszahlungen und Studien zu ökologischen Auswirkungen.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Betreiber und Investoren von Photovoltaikanlagen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Wald- und Schutzgebiete in Brandenburg, die Energieagentur Brandenburg sowie der Naturschutzfonds Brandenburg.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin möchte wissen: wie viele PV-Anlagen mit welcher Leistung es gibt; wie viele davon Freiflächen- bzw. Agri-PV-Anlagen sind und wie viel Fläche sie benötigen; wie viele Anlagen sich in bzw. außerhalb von Schutzgebieten befinden; wie hoch Ersatzzahlungen für Naturbeeinträchtigungen 2010–2025 waren und wofür sie verwendet wurden; wie sich Eingriffs- und Ausgleichsflächen verhalten; welchen Flächenanteil PV-Module, Wechselrichter und Speicher einnehmen; welche Studien zu Reihenabständen, Vogelpopulationen, Pflanzenbewuchs, Böden, wirbellosen Tieren, Reptilien, Hoch- und Niederwild im Umfeld von PV-FFA bekannt sind; welche Vorgaben zur Entfernung von Einspeisepunkten bestehen; und wie hoch Einspeisevergütungen 2022–2025 waren.

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Landesregierung sind im Marktstammdatenregister 185.191 Photovoltaikanlagen mit rund 9,67 GW installierter Leistung erfasst (Stand 07.07.2026), davon 1.455 Freiflächenanlagen mit rund 6,78 GW, für die laut Faustformel etwa 6.780 ha Fläche benötigt werden. Zu Anlagen in bzw. außerhalb von Schutzgebieten, zum Verhältnis von Eingriffs- zu Ausgleichsflächen und zum Flächenanteil von Modulen, Wechselrichtern und Speichern liegen der Landesregierung keine Statistiken vor. Ersatzzahlungen für nicht kompensierte Eingriffe beliefen sich 2022 auf 15.600 Euro und 2024 auf 5.825 Euro, weitergeleitet an den Naturschutzfonds Brandenburg für Maßnahmen wie Flurgehölzprojekte, Streuobstwiesenförderung und Gewässerrevitalisierung. Zu Studien über Vögel, Pflanzen, Böden und weitere Artengruppen im Umfeld von PV-FFA verweist die Landesregierung auf mehrere konkrete Veröffentlichungen (u. a. Feldmeier 2026, Peschel & Peschel 2025, LABO-Arbeitshilfe von 2023, Bibliothek des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende mit 150 Titeln, Liste der Vogelschutzwarten mit 177 Einträgen). Speziell für Brandenburg bekannte wissenschaftliche Studien zu Auswirkungen auf Hoch- oder Niederwild liegen nicht vor. Es gibt keine speziellen Abstandsvorgaben zu Einspeisepunkten; maßgeblich ist nach § 8 EEG 2023 die nächstgelegene Netzübergabestation. Einspeisevergütungen richten sich nach Anlagengröße und Einspeiseart, nicht nach privater oder kommerzieller Nutzung; die Sätze werden von der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Jenny Meyer (Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht) als Kleine Anfrage Nr. 1138 (Drucksache 8/3077) eingereicht; die Antwort liegt als Drucksache 8/3201 vor, eingegangen am 31.07.2026. Beantwortet wurde sie von der Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Für mehrere Fragen (3, 4, 6, 7, 8, 9, zu Hoch-/Niederwild-Studien speziell für Brandenburg) erklärt die Landesregierung ausdrücklich, dass keine entsprechenden Statistiken oder Studien vorliegen.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3201, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.