📝 Mediennutzung - Smartphonefreie Schule - Präsenz, Beziehung und (analoge und digitale) Bildung im Mittelpunkt - Schaffung von Rechtssicherheit für Lehrkräfte, Eltern und pädagogische Fachkräfte
📋 Worum geht es?
Der Antrag der Gruppe 'Wir für Brandenburg' befasst sich mit den Auswirkungen privater Smartphone- und Social-Media-Nutzung auf Konzentration, Lernverhalten, psychische Gesundheit und soziale Beziehungen von Kindern und Jugendlichen. Die Antragsteller fordern die Schaffung rechtssicherer Voraussetzungen, damit Schulen smartphonefreie Konzepte verbindlich umsetzen können, ohne dass dem Erziehungs- und Medienbildungsauftrag widersprochen wird.
👥 Wer ist betroffen?
Allgemeinbildende weiterführende Schulen bis einschließlich Sekundarstufe II, Schulleitungen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler in Brandenburg.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Landesregierung wird aufgefordert: 1. die schulrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Schulen bis zur Sekundarstufe II rechtssicher auf private Smartphones im Schulalltag verzichten können; 2. die Schulen bei ganzheitlichen Konzepten zu Medienkompetenz, Prävention und digitalfreien Räumen zu unterstützen; 3. ein landesweites Unterstützungs- und Beratungskonzept samt Handlungsleitfaden für digitalfreie Pausenräume zu erarbeiten; 4. die Auswirkungen solcher Maßnahmen wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren; 5. dem Landtag innerhalb von zwei Jahren einen Bericht über Umsetzung, Erfahrungen und Evaluationsergebnisse vorzulegen.
🔎 Konkrete Inhalte
Das Dokument enthält den Antragstext mit Begründung; eine Antwort oder Beschlussfassung der Landesregierung liegt in diesem Dokument nicht vor. Die Antragsteller führen als Begründung mehrere Studien an, u. a. die DAK-/OTTER-Mediensuchtstudie 2025/2026, eine UNICEF-Befragung 2026 (laut der 74 Prozent der 14- bis 16-Jährigen in sozialen Medien häufig das Zeitgefühl verlieren und 27 Prozent, bei Mädchen 37 Prozent, sich durch Vergleiche mit anderen häufiger selbst hinterfragen), den Kinder- und Jugendgesundheitsbericht des Landes Brandenburg sowie Berichte der Unabhängigen Expertenkommission 'Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt'. Als positives Beispiel nennen die Antragsteller die Erfahrungen des Leibniz-Gymnasiums Potsdam mit smartphonefreien Regelungen und zitieren dazu Stimmen von Schülern, Lehrkräften, Eltern und einer Schulleiterin.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde der Antrag von der Gruppe 'Wir für Brandenburg' am 07.08.2026 (Drucksache 8/3211). Eine Antwort oder ein Beschluss der Landesregierung liegt in diesem Dokument nicht vor. Die Antragsteller fordern unter anderem einen Bericht der Landesregierung an den Landtag innerhalb von zwei Jahren. Als Quellen werden u. a. die DAK-/OTTER-Mediensuchtstudie 2025/2026, eine UNICEF-Befragung 2026, der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht des Landes Brandenburg (2025) sowie Berichte der Unabhängigen Expertenkommission 'Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt' (2026) genannt.