❓ Brücke - Schaden an der Grünbrücke bei Thyrow B101, Ortsumfahrung Thyrow
📋 Worum geht es?
Die Anfrage behandelt Risse an der Grünbrücke bei Thyrow über die B101, einer hölzernen Doppelbogen-Konstruktion aus Lärchen-Brettschichtholz, die laut den Fragestellern als Europas größte Grünbrücke gilt. Wegen der Risse sind seit dem 31. Juli 2026 die B101 und die parallele Trebbiner Chaussee gesperrt. Laut Medienberichten, auf die sich die Fragesteller beziehen, wurden bereits im März 2025 bei einer Routinekontrolle Risse entdeckt und der Baufirma gemeldet, die Schadensursache sei aber erst Ende Juli 2026 durch eine vertiefte Analyse geklärt worden.
👥 Wer ist betroffen?
Verkehrsteilnehmer auf der B101 und der Trebbiner Chaussee, der Landesbetrieb Straßenwesen, die Landesregierung Brandenburg sowie die ausführende Baufirma und das Planungsbüro der Brücke. Betroffen ist auch die Grünbrücke Wiesenhagen, die laut Fragestellern vom selben Planungsbüro aus Brettschichtholz gebaut wurde.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller wollen von der Landesregierung wissen: in welchem Bereich und Ausmaß die Risse auftreten und ob beide Brückenbögen betroffen sind; ob weitere Bauteile wie Betonunterbauten und Brückenbelag beschädigt sind; zu welchen Ergebnissen die vertiefte Schadensanalyse hinsichtlich Ursache, möglicher Material-, Bau- oder Planungsfehler sowie einer eventuell unzureichenden Bauüberwachung kommt; ob die Schäden auf die erstmalig angewandte Holz-Doppelbogen-Bauweise zurückzuführen sind; ob die ähnlich gebaute Grünbrücke Wiesenhagen auf vergleichbare Schäden untersucht wurde und ob dort zukünftig ähnliche Schäden ausgeschlossen werden können; ob es Erkenntnisse zu Schäden an einer vergleichbaren Holzbrücke an der B96n bei Stralsund gibt; wie die Landesregierung eine 2023 erschienene Studie zum Materialvergleich bei Holzbrücken bewertet; in welcher Form eine Sanierung der Brücke möglich wäre und wie lange die B101 dafür erneut gesperrt werden müsste; und ob ein Austausch einzelner Bogenbinder dauerhaft wirken würde oder das Grundproblem bestehen bliebe.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die Fragesteller fassen zusammen, was ihnen aus Medienberichten bekannt ist: Die Brücke wurde im April 2020 abgenommen, im März 2025 wurden bei einer Routinekontrolle Risse entdeckt und noch vor Ablauf der Gewährleistungsfrist der Baufirma gemeldet, die Ursache war den Fragestellern zufolge bis Ende 2025 unklar, die Ergebnisse der vertieften Analyse lagen am 31. Juli 2026 vor, dem Tag, an dem die B101 und die Trebbiner Chaussee gesperrt wurden.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion eingereicht (Abgeordnete Daniel Freiherr von Lützow und Daniel Münschke). Eine Antwort der Landesregierung ist im vorliegenden Dokument nicht enthalten. Die Fragesteller stützen ihre Sachverhaltsdarstellung auf Presseartikel der Märkischen Allgemeinen (03.08.2026) und der B.Z. sowie auf eine Fachveröffentlichung in dach+holzbau (04/2021) und eine Studie des Informationsdienstes Holz (Juli 2023), die sie als Quellen benennen.