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BrandenburgKleine AnfrageBSW

❓ Holz - Rolle der Holzenergie im Rahmen der Wärmewende im Land Brandenburg

20. August 2026Dokument 8/3281 · WP 8Brandenburg
Gunnar Lehmann, Jenny Meyer
HolzeinschlagWärmewendeBiomasseheizkraftwerkeEnergieholzForstwirtschaft

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Rolle von Holz als Energieträger für die Wärmewende in Brandenburg. Die Fragesteller verweisen auf Pläne von Kraftwerksbetreibern, im Zuge des Kohleausstiegs auf Biomasse, insbesondere Holz, umzusteigen, etwa beim Kraftwerk Reuter West in Berlin. Sie thematisieren Holzeinschlagsmengen, Holzpreise, den Einsatz von Holz in Biomasse-Heizkraftwerken sowie Lieferverträge und Exporte des Landesbetriebes Forst Brandenburg.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Brandenburger Wälder (Landeswald, Körperschaftswald, Privatwald), der Landesbetrieb Forst Brandenburg, Betreiber von Biomasse-Holzheizkraftwerken in Brandenburg sowie deren Vertragspartner und Abnehmer im Holzhandel.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller erfragen: 1) die jährlichen Holzeinschlagsmengen 2020-2025 nach Holzartengruppen und Eigentumsart; 2) die Entwicklung der Rohholzpreise im selben Zeitraum; 3) die in Biomasse-Holzheizkraftwerken eingesetzte Holzmenge; 4) Anzahl und installierte Leistung der Biomasse-Holzheizkraftwerke 2020-2025; 5) ob weitere solche Kraftwerke geplant sind; 6) die Entwicklung der Lieferverträge und Liefermengen des Landesbetriebes Forst Brandenburg für die thermische Verwertung; 7) die Entwicklung der Exportverträge des Landesbetriebes Forst nach Abnehmerländern, Mengen und Baumarten.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet mit konkreten Zahlen: Der Gesamtholzeinschlag in Brandenburg stieg von 3.571,2 Tsd. m³ (2020) auf 4.567,6 Tsd. m³ (2025), mit Kiefer/Lärche als größtem Anteil. Die Rohholzpreise im Landeswald stiegen bei fast allen Sortimenten zwischen 2020 und 2025 deutlich, z.B. Sägeholz Eiche von 130 auf 199 €/Fm. Zum Holzeinsatz in Biomasse-Heizkraftwerken liegen keine eigenen Statistiken vor; die Regierung verweist auf eine Bundeserhebung aus 2019, die den Waldholzeinsatz in Brandenburg auf näherungsweise 86.250 bis 115.000 Tonnen schätzt. Die Anzahl der Biomasse-Holzheizkraftwerk-Standorte stieg von 23 (2020-2024) auf 25 (2025), u.a. durch neue Anlagen in Calau und Baruth/Mark. Zu geplanten weiteren Anlagen liegen der Landesregierung keine Informationen vor, da keine Meldepflicht vor Genehmigungsverfahren besteht. Zu Lieferverträgen und Exportverträgen des Landesbetriebes Forst werden anonymisierte Daten zu Liefermengen nach Laub-/Nadelholz dargestellt, da detailliertere Angaben laut Landesregierung Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Vertragspartner beträfen.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von den Abgeordneten Gunnar Lehmann und Jenny Meyer (BSW-Fraktion) eingereicht (Drucksache 8/3177) und von der Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz im Namen der Landesregierung beantwortet. Die Fragesteller verweisen in ihrer Vorbemerkung auf eine Pressemitteilung der Berliner Energie und Wärme (BEW) vom 26.05.2026 zu deren Dekarbonisierungsfahrplan mit einem auf maximal 15 Prozent begrenzten Biomasseanteil. Die Landesregierung nennt als Quelle für Preisdaten den Landeswald sowie für die Schätzung zum Holzeinsatz in Großfeuerungsanlagen eine Studie von Döring, Weimar und Mantau (2021) zu bundesweiten Daten aus 2019. Zu Fragen 6 und 7 verweigert die Landesregierung detaillierte Angaben unter Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Vertragspartner des Landesbetriebes Forst Brandenburg.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3281, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.