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BrandenburgAntragAfD

📝 Brandschutz - Löschdrohnen für das Land Brandenburg anschaffen und zur Sicherstellung effizienter Waldbrandbekämpfung nutzen

8. September 2026Dokument 8/3356 · WP 8Brandenburg
LöschdrohnenWaldbrandbekämpfungBrandschutzFreiwillige FeuerwehrKampfmittelbelastung

📋 Worum geht es?

Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, zusammen mit den Trägern des Brandschutzes ein Konzept für die Anschaffung und Nutzung von Löschdrohnen in Brandenburg zu erstellen. Das Konzept soll bis Ende des vierten Quartals 2026 vorgelegt werden, die Beschaffung soll ab 2027 erfolgen. Geprüft werden sollen sowohl Aufklärungssysteme wie das Airbus-System „Wildfire Sentinel“ als auch dedizierte löschmitteltragende Drohnenschwärme nach dem Vorbild des Forschungsprojekts „PEELIKAN“.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Landesregierung, die Träger des Brandschutzes in Brandenburg (u.a. Zweckverbände), die Freiwilligen Feuerwehren, sowie Waldgebiete und Landkreise mit Waldbrandrisiko, insbesondere kampfmittelbelastete Flächen. Genannt werden außerdem mögliche Standorte wie Eberswalde/Finow, Werneuchen, Neuhardenberg, Holzdorf, Welzow, Schönhagen, Eisenhüttenstadt, Strausberg und Kyritz.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die AfD-Fraktion fordert, dass die Landesregierung bis Ende des vierten Quartals 2026 ein Konzept zur Beschaffung und Nutzung von Löschdrohnen ab 2027 vorlegt. Dabei soll geprüft werden: 1) ob bestehende Systeme wie das Airbus-System „Wildfire Sentinel“ (mit Drohne „Aliaca“ und Plattform „Agnet“) für Lageerfassung, Koordination und Echtzeit-Vernetzung genutzt werden können, 2) ob dedizierte löschmitteltragende Drohnenschwärme nach dem Vorbild von „PEELIKAN“ beschafft und in eine Zweckverbandsstruktur eingebunden werden können, 3) wie eine Kooperation mit europäischen Drohnenherstellern ausgestaltet werden kann, um technologische Souveränität und Interoperabilität sicherzustellen.

🔎 Konkrete Inhalte

Der Antrag enthält keine Antwort der Landesregierung, sondern nur die Forderung der AfD-Fraktion. Die Fraktion verweist zur Begründung auf Zahlen aus einer früheren Antwort der Landesregierung (Drucksache 7/6084) zu Waldbrandschäden: 2018 wurden 1663,7 Hektar Wald zerstört (Kosten 1.532.163,24 Euro), 2019 1352,7 Hektar (4.484.409,44 Euro), 2020 115,2 Hektar (66.840,62 Euro), 2021 Kosten von 41.095,11 Euro, 2022 1410,89 Hektar (ohne Bundeswald, Kosten 2.937.451,08 Euro), 2023 763,14 Hektar und 2024 222,88 Hektar. Insgesamt nennt die Fraktion Gesamtkosten von 9.061.959,49 Euro für nicht mehr verwertbares Holz seit 2018. Die Fraktion verweist zudem auf eine Ausschreibung des Landkreises Potsdam-Mittelmark Ende 2025 für unbemannte Löschtechnik auf munitionsbelasteten Flächen sowie auf das Forschungsprojekt „PEELIKAN“ (u.a. mit HTW Berlin, gefördert über Brandenburger Investitionsgutschein und ZIM-Programm), das laut Projektangaben täglich über 140.000 Liter Löschmittel transportieren könne, und auf eine Airbus-Erprobung des Systems „Wildfire Sentinel“ im März 2026 in Nîmes.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde der Antrag von der AfD-Fraktion am 08.09.2026 (Drucksache 8/3356). Eine Antwort der Landesregierung liegt nicht vor, da es sich um einen Antrag und keine Anfrage handelt. Die Fraktion verweist auf die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Nr. 2194 (Drucksache 7/6084) als Quelle für die genannten Waldbrand-Schadenszahlen und Kosten. Die Fraktion bezeichnet Brandenburg als das Bundesland mit dem höchsten Anteil kampfmittelbelasteter Gebiete in Deutschland, ohne hierfür eine Quellenangabe zu nennen. Die Fraktion verweist als Beleg für kommunale Initiativen auf eine Ausschreibung des Landkreises Potsdam-Mittelmark (veröffentlicht auf ted.europa.eu) sowie auf die Projektwebseiten von PEELIKAN und Airbus.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3356, Wahlperiode 8, eingereicht 8. September 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.