Zurück zur Übersicht
BrandenburgAntragSPD

📝 Medizinische Ausbildung - Neue Ärztinnen und Ärzte in Rekordzeit: Studienstart an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem

9. September 2026Dokument 8/3364 · WP 8Brandenburg
MedizinstudiumÄrztemangelUniversitätsmedizinStrukturwandel Lausitzländliche Gesundheitsversorgung

📋 Worum geht es?

Der Antrag der SPD-Fraktion fordert eine Aktuelle Stunde im Landtag zum Thema des bevorstehenden Studienstarts an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus. Dort beginnt am 1. Oktober 2026 der Lehrbetrieb mit 36 Studierenden im Modellstudiengang Humanmedizin. Damit bildet Brandenburg laut Antragstellern erstmals in staatlicher Verantwortung Ärztinnen und Ärzte aus; die Zahl der Studienplätze soll bis 2035 schrittweise auf 165 und perspektivisch bis zu 200 Plätze pro Jahr steigen.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind laut Antrag angehende Medizinstudierende in Brandenburg, die ländliche und primärärztliche Gesundheitsversorgung insbesondere in der Lausitz, das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus als ehemals kommunaler, nun landeseigener Krankenhausbetrieb, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg als Kooperationspartnerin sowie die Region als Strukturwandelgebiet.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die SPD-Fraktion beantragt die Durchführung einer Aktuellen Stunde gemäß § 59 Absatz 2 der Geschäftsordnung des Landtages Brandenburg. Darin soll der Landtag laut Antrag über den Studienstart beraten, eine Zwischenbilanz des Aufbaus der Universitätsmedizin ziehen und die Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung, die Gewinnung von Fachkräften und den Strukturwandel in der Lausitz diskutieren.

🔎 Konkrete Inhalte

Laut Antrag wurde die Medizinische Universität am 1. Juli 2024 per Gesetz zur Einführung einer staatlichen Universitätsmedizin gegründet, nachdem der Landtag dies am 19. Juni 2024 beschlossen hatte; der kommunale Krankenhausbetrieb des Carl-Thiem-Klinikums ging dabei in Landesträgerschaft über. Zum Wintersemester 2026/27 nehmen laut Antrag 36 Studierende das Studium auf. Das Vorhaben ist laut Antragstellern als Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus im Investitionsgesetz Kohleregionen verankert und wird vom Bund bis 2038 gefördert; die Bundesmittel für Forschung und Lehre sollen demnach von rund 35 Millionen Euro (2026) auf rund 72 Millionen Euro (2028) steigen, die Personalausgaben von 43,1 auf 73,2 Millionen Euro. Das Curriculum setzt laut Antrag einen Schwerpunkt auf primärärztliche und ländliche Versorgung, patientenzentriertes und fallbasiertes Lernen sowie digitale Elemente wie Telemedizin, virtuelles Simulationstraining und KI-gestützte Systeme.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde der Antrag von der SPD-Fraktion. Es handelt sich um einen Antrag auf Durchführung einer Aktuellen Stunde, keine Anfrage; eine Antwort der Landesregierung liegt entsprechend nicht vor. Der Antrag verweist auf den Landtagsbeschluss vom 19. Juni 2024, das Gesetz zur Einführung einer staatlichen Universitätsmedizin vom 1. Juli 2024 sowie auf das Investitionsgesetz Kohleregionen. Die genannten Zahlen (36 Studienplätze zum Start, Ausbau auf 165 bzw. bis zu 200 Plätze bis 2035, Bundesmittel von 35 auf 72 Millionen Euro bis 2028, Personalausgaben von 43,1 auf 73,2 Millionen Euro) stammen aus der Darstellung der Antragstellerin. Brandenburg erwartet laut Antrag vom Bund eine verlässliche Bereitstellung der zugesagten Strukturmittel über die gesamte Aufbauphase.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3364, Wahlperiode 8, eingereicht 9. September 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.