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BrandenburgKleine AnfrageAfD

❓ Schienenpersonennahverkehr - Nachfrageentwicklung und Handlungsbedarfe aufgrund von Kapazitätsengpässen auf Brandenburger Schienenkorridoren

15. September 2026Dokument 8/3425 · WP 8Brandenburg
Daniel Münschke
SchienenpersonennahverkehrPendlerverkehrKapazitätsengpässei2030-ProjektNahverkehrsplan

📋 Worum geht es?

Die Anfrage bezieht sich auf eine seit 2018 bekannte Grafik aus dem Landesnahverkehrsplan, die zeigt, dass mehrere Brandenburger Bahnkorridore nach Berlin schon damals stark belastet oder überlastet waren. Der Fragesteller möchte wissen, wie sich die Nachfrage auf diesen Korridoren seitdem entwickelt hat und wie der Stand bei der Beseitigung der Engpässe ist. Die Landesregierung antwortet mit aktuellen Auslastungszahlen für einzelne Streckenabschnitte sowie dem Stand der Infrastruktur- und Angebotsmaßnahmen im i2030-Projekt.

👥 Wer ist betroffen?

Pendlerinnen und Pendler sowie Fahrgäste auf den Regionalbahnstrecken zwischen Brandenburg und Berlin, u.a. auf den Korridoren Bad Belzig, Wustermark, Nauen, Oranienburg, Eberswalde, Seelow, Fürstenwalde, Lübbenau, Luckenwalde und weiteren; betroffen sind zudem der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: 1) Wie hat sich die Nachfrage auf den in der Grafik verzeichneten Korridoren seit 2018 entwickelt (mit aktuellen Auslastungszahlen und prozentualer/quantitativer Veränderung)? 2) Welche Korridore verfügen noch über freie Kapazitäten? 3) Wie ist Auslastung und freie Kapazität auf der neuen Verbindung Königs Wusterhausen–BER–Potsdam? 4) Wie wird sich die Situation angesichts gestiegener Pendlerzahlen in den nächsten fünf und zehn Jahren voraussichtlich entwickeln? 5) und 6) Wie entwickeln sich Nachfrage und Auslastung speziell auf den Korridoren Bad Belzig–Berlin, Luckenwalde–Berlin und Seelow–Müncheberg–Berlin in den kommenden fünf und zehn Jahren? 7) Wie ist der aktuelle Stand der Abarbeitung des i2030-Projekts für alle betroffenen Korridore (tabellarisch)?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung nennt für 2024 im Vergleich zu 2018 u.a. folgende Veränderungen der mittleren Querschnittsbelastung (Mo-Fr): Bad Belzig-Korridor (Berlin Wannsee–Michendorf) +3.200 Fahrgäste (+42%) auf 10.800; Brandenburg-Korridor (Berlin Wannsee–Potsdam Hbf) -2.800 (-9%) auf 29.000; Wustermark-Korridor (Berlin Spandau–Wustermark) +3.000 (+48%) auf 9.200; Nauen-Korridor (Berlin Spandau–Falkensee) +4.700 (+24%) auf 24.200; Eberswalde-Korridor +5.500 (+51%) auf 16.400; Oranienburg-Korridor +3.900 (+42%) auf 13.000; Lübbenau-Korridor +3.000 (+23%) auf 16.000; Luckenwalde-Korridor +2.800 (+30%) auf 12.000; Baruth-Korridor -700 (-18%) auf 3.100; Werneuchen-Korridor unverändert bei 1.300. Alle Korridore verfügen laut Landesregierung im Regelbetrieb trotz Angebotsausweitungen über freie Kapazitäten, mit hoher Auslastung in Hauptverkehrszeiten und teils am Wochenende. Auf der Linie RB22 (KW–BER–Potsdam) liegt die durchschnittliche Auslastung 2024/2025 bei 35-40%, was die Landesregierung als ausreichend freie Kapazität einstuft. Für die nächsten fünf/zehn Jahre erwartet die Landesregierung eine moderat wachsende Verkehrsnachfrage, kann für einzelne Korridore (Bad Belzig, Luckenwalde, Seelow) aber keine aktuellen Prognosen vorlegen, da solche Untersuchungen nur alle rund zehn Jahre erfolgen und erst 2028 neue Erkenntnisse bis 2040 erwartet werden. Zum i2030-Projekt listet die Antwort tabellarisch je Korridor die seit 2018 erfolgten Angebotsanpassungen (z.B. zusätzliche Regionalzuglinien, Doppelstockzüge, neue Linie RE20) sowie den Stand der Infrastrukturmaßnahmen (u.a. Vorplanung, Genehmigungsplanung, laufender Bau, teils bereits in Betrieb) für die Korridore West, Nord-West, Nord, Süd-Ost, Süd, Süd-West, West-Ost und S-Bahn.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Daniel Münschke (AfD-Fraktion) eingereicht (Drucksache 8/3262); die Landesregierung hat vollständig geantwortet, beantwortet durch den Minister für Infrastruktur und Landesplanung. Die zugrunde liegende Grafik stammt aus dem Landesnahverkehrsplan 2018 (Seite 57); eine aktualisierte Prognose findet sich im Landesnahverkehrsplan 2023-2027 (Seite 95, Karte 10). Die Landesregierung weist darauf hin, dass Sondereffekte wie Corona und das Deutschlandticket nicht in den Vergleichsdaten erfasst sind und dass neue Prognosen für den Zeitraum bis 2040 voraussichtlich erst 2028 vorliegen. Als Reaktion auf die ursprüngliche Analyse wurden laut Landesregierung das Infrastrukturprojekt i2030 sowie Angebotsanpassungen in den Vergabenetzen Elbe-Spree, Lausitz, Ostbrandenburg, Nord-Süd und Berlin-Stettin umgesetzt bzw. befinden sich in Planung.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3425, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.