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BrandenburgKleine AnfrageAfD

❓ Kriminalität - Straf- und Gewalttaten in Rangsdorf vom II. Quartal 2023 bis zum II. Quartal 2026

17. September 2026Dokument 8/3440 · WP 8Brandenburg
Daniel Freiherr von Lützow
KriminalstatistikGewaltkriminalitätStraftatenAufklärungsquoteBevölkerungsstatistik

📋 Worum geht es?

Die Landesregierung Brandenburg beantwortet eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Zahl der Straf- und Gewalttaten in der Gemeinde Rangsdorf im Zeitraum vom zweiten Quartal 2023 bis zum zweiten Quartal 2026. Grundlage der Antwort ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), eine bundeseinheitliche sogenannte Ausgangsstatistik, bei der nur von der Polizei an die Staatsanwaltschaft abgegebene Fälle erfasst werden. Die Fragesteller hatten in ihrer Vorbemerkung behauptet, die tatsächliche Kriminalität sei höher als von der PKS ausgewiesen, da diese zu Verzögerungen führe und bestimmte Deliktbereiche weiterhin auf hohem Niveau seien.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Einwohner der Gemeinde Rangsdorf im Landkreis Teltow-Fläming sowie die zuständigen Polizei- und Sicherheitsbehörden, deren Statistikdaten ausgewertet wurden.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollten wissen: wie viele Straftaten und Gewalttaten (aufgeschlüsselt nach zahlreichen einzelnen Straftatbeständen wie Tötungsdelikten, Sexualdelikten, Raub, Körperverletzung, Wohnungseinbruch, Rauschgiftdelikten u. a.) monatlich in Rangsdorf registriert wurden; welche konkreten Straftaten dies waren, aufgeschlüsselt nach Tatort, Tattag, sowie Alter, Geschlecht, Nationalität und Migrationshintergrund von Opfern und Tätern; welche Taten erst nachträglich in der PKS 2023 erfasst wurden; und wie viele Personen sich zwischen 2023 und Mitte 2026 monatlich in Rangsdorf aufgehalten haben, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, Nationalität, Migrationshintergrund und Aufenthaltsstatus.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung verweist für die detaillierten Fallzahlen auf vier beigefügte Anlagen mit PKS-Auswertungen für Rangsdorf. Die im Dokument enthaltene Anlage 1 zeigt für den Zeitraum 01.07.2023 bis 31.12.2023 insgesamt 234 erfasste Straftaten in Rangsdorf, davon 115 aufgeklärt (49,1 %) mit 117 Tatverdächtigen, darunter 48 nichtdeutsche Tatverdächtige (41,0 %). Die Landesregierung stellt fest, dass Sachverhaltsdaten, Verfahrensstände, Migrationshintergrund und doppelte Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen oder Opfern in der bundeseinheitlichen PKS nicht erfasst werden, weshalb diese Angaben nicht geliefert werden können. Eine unterjährige Veröffentlichung von PKS-Daten unterbleibt laut einer Vereinbarung der Innenministerkonferenz, da die Zahlen erst zu Jahresbeginn des Folgejahres endgültig feststehen. Zu den Einwohnerzahlen liegen laut Landesregierung aktuell nur Daten für die Jahre 2023 bis 2025 vor (verwiesen auf Anlage 4); Angaben zu Migrationshintergrund und Aufenthaltsstatus auf Gemeindeebene werden statistisch nicht erhoben.

⚡ Einordnung

Die Anfrage (Drucksache 8/3168) wurde von der AfD-Fraktion eingereicht, die Antwort liegt als Drucksache 8/3440 vor und wurde am 17.09.2026 eingereicht sowie am 22.09.2026 ausgegeben. Die Landesregierung beantwortet sie namens des Ministers des Innern und für Kommunales. Die Behauptungen der Fragesteller zur Entwicklung der Kriminalität in Rangsdorf und zur angeblichen Untererfassung durch die PKS stammen aus deren eigener Vorbemerkung und sind nicht als Feststellung der Landesregierung ausgewiesen. Die Landesregierung erklärt ausdrücklich, dass eine Dunkelfeldanalyse nicht möglich ist und bestimmte angefragte Merkmale (Migrationshintergrund, doppelte Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus auf Gemeindeebene) statistisch nicht erfasst werden.

Quelle: Brandenburg, Dokument 8/3440, Wahlperiode 8

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.