❓ Einbruch - Einbrüche in Feuerwehrgerätehäuser und Diebstahl hydraulischer Rettungsgeräte im Land Brandenburg
📋 Worum geht es?
Die Fragesteller thematisieren Einbrüche in Feuerwehrgerätehäuser in Brandenburg, bei denen unter anderem hydraulische Rettungsscheren und Spreizer entwendet wurden, etwa bei einem Einbruch in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Calau am 13. September 2026. Sie verweisen auf Angaben der Polizei, wonach es 2024 landesweit 37 Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche und 2025 zehn Einbrüche in Feuerwehrgerätehäuser gegeben habe, sowie auf länderübergreifende Ermittlungsverfahren, bei denen auch Bezüge nach Berlin festgestellt worden seien.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Freiwillige Feuerwehren und Kommunen in Brandenburg, insbesondere die Freiwillige Feuerwehr Calau, sowie die Landespolizei Brandenburg und die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Die Fragesteller verweisen zudem auf Bezüge zur Berliner Feuerwehr und zu Ermittlungsverfahren in Berlin.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller erfragen unter anderem: die Zahl vollendeter und versuchter Einbrüche in Feuerwehrgerätehäuser seit 2016 nach Jahr, Landkreis, Kommune und Feuerwehr; Art und Anzahl entwendeter Geräte; die Höhe der entstandenen Schäden; Fälle eingeschränkter Einsatzbereitschaft; Zahl ermittelter Tatverdächtiger und den Verfahrensstand; Erkenntnisse zu Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund und Wohnsitz der Tatverdächtigen; Verbindungen nach Berlin; Anhaltspunkte für bandenmäßige Begehung, Organisierte Kriminalität oder von den Fragestellern als 'Clankriminalität' bezeichnete Strukturen; Details zu einzelnen benannten Ermittlungsverfahren (Juli 2024, April 2026) und zum Einbruch in Calau; die Zahl wiederaufgefundener Geräte; sowie bisherige Präventionsmaßnahmen der Landesregierung und Polizei seit 2016.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Dokument enthält nur die Anfrage; die Antwort der Landesregierung liegt noch nicht vor. Die Fragesteller führen als Hintergrund an: Beim Einbruch in Calau am 13. September 2026 sei ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich entstanden, der Wert der entwendeten Geräte werde von der Polizei auf rund 40.000 Euro geschätzt (unter Verweis auf eine Mitteilung der Stadt Calau). Laut Polizeiangaben seien 2024 landesweit 37 Einbrüche beziehungsweise Versuche registriert worden, davon 16 vollendet; 2025 seien es laut rbb24 zehn Fälle gewesen. Die Fragesteller verweisen zudem auf eine Festnahme von vier Tatverdächtigen im Juli 2024 nach einem Einbruch in Berlin-Müggelheim, denen mindestens sechs länderübergreifende Einbrüche zugerechnet worden seien, sowie auf Durchsuchungen im April 2026 gegen zehn Beschuldigte mit insgesamt 21 zugerechneten Taten, darunter fünf Einbrüche in Feuerwehrwachen in Brandenburg und 15 Einbrüche in Tankstellen; diese Verfahren würden laut Fragestellern von der Schwerpunktabteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) geführt. Unter Verweis auf eine Antwort des Berliner Senats sei in rund zehn Jahren fast 40 Mal in Berliner Feuerwehreinrichtungen eingebrochen worden, wobei mehr als 20 hydraulische Geräte entwendet worden seien; in mindestens zwei Fällen habe nach damaligen Angaben ein Bezug zu von den Fragestellern als 'Clankriminalität' bezeichneten Strukturen bestanden. Die Fragesteller verweisen zudem auf Medienberichte zu einem 2019 verurteilten Angehörigen der von ihnen so bezeichneten 'Remmo-Clan'-Großfamilie wegen Diebstahls hydraulischer Geräte sowie auf den Einsatz hydraulischen Werkzeugs beim Einbruch in das Grüne Gewölbe Dresden.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Kleine Anfrage von den Abgeordneten Daniel Freiherr von Lützow, Fabian Jank und Lena Kotré der AfD-Fraktion. Eine Antwort der Landesregierung liegt im vorliegenden Dokument nicht vor. Die im Dokument genannten Zahlen (37 Fälle 2024, zehn Fälle 2025, rund 40.000 Euro Gerätewert in Calau, 21 zugerechnete Taten bei den Durchsuchungen im April 2026, fast 40 Einbrüche in Berlin über zehn Jahre) stammen aus von den Fragestellern zitierten Presse- und Behördenquellen (Stadt Calau, rbb24, Polizei Brandenburg, Tagesspiegel, Antwort des Berliner Senats), nicht aus einer eigenen Erhebung der Landesregierung. Bezeichnungen wie 'Clankriminalität' oder 'Remmo-Clan' sind als Formulierungen der Fragesteller beziehungsweise der von ihnen zitierten Quellen kenntlich gemacht, nicht als eigene Einordnung der Landesregierung.