📄 Blockiert der Senat die neue Buswendeschleife in Wartenberg und damit ein dichteren Takt auf der Buslinie 256?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der geplanten Buswendeschleife in Wartenberg (Bezirk Lichtenberg), die eine Taktverdichtung der Buslinie 256 ermöglichen soll. Der Fragesteller möchte wissen, ob fachliche Gründe gegen die Realisierung sprechen und warum das Vorhaben bisher nicht umgesetzt wurde.
👥 Wer ist betroffen?
Fahrgäste der Buslinie 256 zwischen S+U Lichtenberg und Siedlung Wartenberg, Anwohner im Bereich der geplanten Wendeschleife, der Bezirk Lichtenberg, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller fragt, ob fachliche Gründe gegen die Buswendeschleife sprechen, warum sie nicht realisiert wird, wie die Gründe gegen den Nutzen einer Taktverdichtung abgewogen werden, wie die Finanzierung gesichert ist, wie oft die Linie 256 zwischen 2023 und 2026 überlastet war, wie viele Parkplätze an der vorgesehenen Fläche vorhanden sind bzw. erhalten blieben, und wie die BVG die Nutzung alternativer Buswendeschleifen bewertet.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut dem Bezirk Lichtenberg gibt es keine fachlichen oder sachlichen Gründe gegen die Realisierung; nötige Abstimmungen mit BVG und Berliner Wasserbetrieben zu Planung, Bautechnik, Baumfällungen, Lärmschutz und Umweltverträglichkeit seien bereits erfolgt. Der Senat plant laut Antwort die Verkehrsbestellung bis zur Endhaltestelle Wartenberg ohne Mehraufwand; die Planung werde angepasst und die Finanzierung beim Senat beantragt. Die BVG gibt an, dass die Linie 256 seit 2023 besonders morgens zwischen Schweriner Ring und S Hohenschönhausen sowie nachmittags zwischen S Hohenschönhausen und Hagenower Ring stark ausgelastet sei und das vertraglich vereinbarte Überlastungskriterium von durchschnittlich über 65% Auslastung häufig überschritten werde; konkrete Zahlen zu nicht zugestiegenen Fahrgästen oder überfüllten Bussen werden nicht genannt. Auf der betroffenen Fläche gibt es laut Bezirk schätzungsweise 60 Parkplätze, wovon rund 18 durch die Umstellung von Quer- auf Längsparken wegfallen und ca. 42 erhalten blieben. Die BVG erklärt, Alternativen wie den Ausbau der Wendeschleife Klarahöh oder eine Linienführung über die Prendener Straße nach Falkenberg geprüft, aber wegen unzureichender Kapazität, geringer Nachfrage, unnötiger Mehrleistung und Staugefahr in der Prendener Straße verworfen zu haben.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Dr. Stefan Taschner (Bündnis 90/Die Grünen) am 23. Februar 2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt vor, datiert auf den 13. März 2026 und wurde in Vertretung von Arne Herz unterzeichnet. In die Antwort sind Stellungnahmen der BVG und des Bezirks Lichtenberg eingeflossen. Die Senatsverwaltung nennt keine konkreten Finanzierungsbeträge, sondern verweist auf einen laufenden Finanzierungsantrag des Bezirks bei der Senatsverwaltung.