📄 CDU ohne Perspektive für die Friedrichstraße (Teil 4) - was ist aus der Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Friedrichstraße geworden?
📋 Worum geht es?
Die Fragestellerinnen erkundigen sich beim Berliner Senat nach dem aktuellen Stand der Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Friedrichstraße. Hintergrund ist, dass Senatorin Bonde im November 2025 gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Visualisierungen zur Umgestaltung vorgestellt hatte, Fragen zu Umsetzbarkeit, Finanzierung und Zeitplan aber weiterhin offen seien.
👥 Wer ist betroffen?
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die Nutzer und Anlieger der Friedrichstraße sowie Beteiligte an der Berliner Innenstadtplanung (u.a. Spreeufer, Checkpoint Charlie, Spittelmarkt).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Gefragt wird unter anderem: Wann wurde die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie veröffentlicht? Wurden die Leistungen bereits vergeben? Welches finanzielle Volumen hat die Ausschreibung? Welche Aspekte soll die Studie untersuchen? Welcher Bearbeitungszeitraum ist vorgesehen? Welche Konkretisierungen gab es seit der Präsentation der Visualisierungen zu Zeitplan, Finanzierung und technischer Umsetzbarkeit? Welche Abstimmungen gab es zum Verkehrlichen Innenstadtkonzept (Spreeufer, Checkpoint Charlie, Spittelmarkt, Reisebusverkehr)? Wie geht es mit der Umsetzung des Innenstadtkonzepts weiter? Welche Rolle spielt Herr Nöfer bei den weiteren Planungen? Wann können Menschen in der Friedrichstraße wieder unbeschwert schlendern und einkaufen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung antwortet, dass die Ausschreibung zur Machbarkeitsstudie aktuell vorbereitet werde und die Leistungen noch nicht vergeben seien. Konkrete Angaben zu Zeitplan und Auftragsvolumen könnten erst nach Abschluss der Abstimmungen zum Leistungsumfang gemacht werden. In der Ausschreibung sollen laut Senatsverwaltung folgende Handlungsfelder bewertet werden: Leitungsbestand und Verlegungsbedarf, Tunneldeckentragfähigkeit, Anforderungen von Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV, und Aufenthaltsqualität, Begrünung, Klimaresilienz. Konkretisierungen zur Umsetzung sollen laut Senatsverwaltung erst auf Grundlage der Machbarkeitsstudie erfolgen. Das Verkehrliche Innenstadtkonzept diene als strategische Grundlage, aus seiner Fertigstellung folge laut Senatsverwaltung keine unmittelbare Umsetzung einzelner Maßnahmen; konkrete Schritte erfolgten im Rahmen einzelner Umsetzungsprozesse. Herr Nöfer soll laut Senatsverwaltung als Ideengeber aus der Zivilgesellschaft den Planungen und dem Umbau der Friedrichstraße als Kurator beratend zur Seite stehen. Auf die Frage, wann Menschen in der Friedrichstraße wieder unbeschwert schlendern könnten, antwortet die Senatsverwaltung, das sei bereits heute möglich.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von den Grünen-Abgeordneten Oda Hassepaß und Antje Kapek am 25. Februar 2026 eingereicht und am 26. Februar 2026 im Abgeordnetenhaus eingegangen. Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt datiert vom 11. März 2026 (Eingang 16. März 2026), unterzeichnet in Vertretung von Arne Herz. Die Fragesteller verweisen auf eine Präsentation von Visualisierungen durch Senatorin Bonde und den Regierenden Bürgermeister am 17. November 2025 sowie auf das Verkehrliche Innenstadtkonzept im Rahmen des Masterplans Berliner Mitte (mit Verweis auf eine Internetquelle des Senats). Konkrete Zahlen zu Kosten oder einem Zeitplan der Machbarkeitsstudie nennt die Senatsverwaltung in dieser Antwort nicht.