📄 Elektrofahrzeuge bei der Feuerwehr Berlin – Einsatzfähigkeiten bei flächendeckenden Stromausfällen
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge bei der Berliner Feuerwehr und der Frage, ob diese auch bei einem großflächigen Stromausfall einsatzbereit bleiben. Thematisiert werden Fahrzeugbestand, Ladeinfrastruktur, Notstromversorgung, Kosten und bekannte Störungen.
👥 Wer ist betroffen?
Die Berliner Feuerwehr, ihre Standorte und Dienstgebäude sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport als antwortende Stelle.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller wollen wissen: wie viele batterieelektrische Fahrzeuge die Feuerwehr betreibt (aufgeschlüsselt nach Typ, Baujahr, Standort, Laufleistung); welche dieser Fahrzeuge keine kurzfristig verfügbare Alternative haben; welche Ladeinfrastruktur genutzt wird; ob diese als kritische Infrastruktur eingestuft ist; wie die Versorgung bei Stromausfall sichergestellt wird und für welche Standorte nicht; welche Reichweiten/Ladezeiten gelten; welche Annahmen den Katastrophenschutzplanungen zugrunde liegen; welche mobilen Ladelösungen existieren; welche Störungen aufgetreten sind; welche Kosten entstanden sind; und analog dazu Fragen zur Tankinfrastruktur konventioneller Fahrzeuge.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung listet den Fahrzeugbestand detailliert auf (u.a. Drehleitern, Löschfahrzeuge, Rettungswagen, Kommandowagen, teils als Hybrid/REEV). Sie erklärt, dass die primär für die Gefahrenabwehr genutzten Fahrzeuge (LHF, RTW, ELW 1) als Hybrid ausgelegt oder durch Reservefahrzeuge substituierbar seien. Die Ladeinfrastruktur umfasst laut Antwort 18 Standorte mit insgesamt 43 Ladepunkten (22 kW AC), 2 Ladepunkte (120 kW DC) und 1 Ladepunkt (160 kW DC); sie sei intern als kritische Infrastruktur eingestuft und müsse im Stromausfall notstromversorgt sein. Eine detaillierte Aufschlüsselung zu Standort-Autonomiezeiten wird laut Antwort aus Geheimhaltungsgründen verweigert. Für mobile/temporäre Ladelösungen nennt die Antwort insgesamt 29 Ladepunkte mit 22 kW AC und 2 mit 120 kW DC, größtenteils mit Notstrombetrieb von ca. 77 bis 300 Stunden. Störungen im Ladebetrieb seien nur bei einem Logistikfahrzeug aufgetreten (behobener technischer Defekt). Bei den Kosten werden Beschaffungspreise je Fahrzeugtyp und Haushaltsjahr genannt (z.B. LHF 2024: 1.468.000 €, RTW 2024: 476.500 €); für 2025 seien 5.700 € externe Ladekosten angefallen. Die Feuerwehr nutze keine eigene Tankinfrastruktur, sondern die eines privaten Vertragspartners; entsprechende Fragen zur Tankinfrastruktur werden daher als nicht zutreffend beantwortet.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom AfD-Abgeordneten Thorsten Weiß am 26. Februar 2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport datiert vom 12. März 2026 und liegt vollständig vor. Zu Fragen der genauen Standort-Autonomiezeiten der Ladeinfrastruktur bei Stromausfall verweigert die Landesregierung die Angabe unter Verweis auf Geheimhaltungsgründe. Die Landesregierung gibt an, dass die genannten Elektrofahrzeuge nicht Teil des Katastrophenschutzdienstes des Landes Berlin sind.