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BerlinSchriftliche AnfrageAfD

📄 Elektrofahrzeuge bei der Polizei Berlin – Einsatzfähigkeiten bei flächendeckenden Stromausfällen

22. März 2026Dokument 19/25361 · WP 19Berlin
Thorsten Weiß
ElektrofahrzeugeLadeinfrastrukturStromausfallkritische InfrastrukturNotstromversorgung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage beschäftigt sich mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen bei der Polizei Berlin und der Frage, wie deren Einsatzfähigkeit bei einem großflächigen, überregionalen Stromausfall gesichert werden kann. Dabei geht es sowohl um die Fahrzeuge selbst als auch um die zugehörige Ladeinfrastruktur und deren Einstufung als kritische Infrastruktur.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Polizei Berlin, insbesondere die Polizeidirektion, das Landeskriminalamt und die Dienststelle Zentraler Service, sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport als antwortende Stelle.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollen unter anderem wissen: Wie viele Elektrofahrzeuge die Polizei Berlin betreibt (aufgeschlüsselt nach Fahrzeugart, Baujahr, Standort, Laufleistung); welche dieser Fahrzeuge keine kurzfristig verfügbare Verbrenner-Alternative haben; welche Ladeinfrastruktur genutzt wird; ob diese als kritische Infrastruktur eingestuft ist; wie die Versorgung bei Stromausfall sichergestellt wird und für welche Standorte dies nicht gilt; welche Reichweiten-, Laufzeit- und Ladezeitparameter zugrunde liegen; welche Annahmen der Katastrophenschutzplanung bei Ladeausfällen bestehen; welche mobilen Ladelösungen verfügbar sind; welche Störungen bekannt wurden; welche Kosten entstanden sind; sowie entsprechende Fragen zur konventionellen Tankinfrastruktur.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die Polizei Berlin aktuell 29 rein elektrische Fahrzeuge nutzt (3 Krafträder, 1 neutrales Kraftrad, 2 Einsatzwagen, 12 Pkw, 11 Transporter), alle kurzfristig durch Verbrenner-Fahrzeuge ersetzbar. Die Ladeinfrastruktur umfasst 12 Standorte mit 16A/11kW- und 10 Standorte mit 32A/22kW-Anschlüssen und ist intern als kritische Infrastruktur eingestuft; Details zur Stromausfallabsicherung werden aus Geheimhaltungsgründen nicht offengelegt. Es werden Fahrzeuge der Hersteller BMW, Daimler-Benz, Volkswagen und Ford in der Erprobung eingesetzt, eine abschließende Bewertung der Einsatzparameter liegt noch nicht vor. Mobile Ladelösungen existieren nicht, stattdessen Tankkarten für Ladepunkte. Bislang seien keine Störungen im Ladebetrieb bekannt geworden. Bei den Kosten werden für Ladeinfrastruktur Investitionen von rund 46.564 € (2020) bis 353.960 € (2025) sowie Betriebskosten von jährlich rund 6.000 € (2020-2024) bzw. 12.443 € (2025) und Wartungskosten von 11.591 € (2025) genannt; für Fahrzeugbeschaffung und -unterhalt werden ebenfalls Jahreswerte zwischen 2022 und 2025 aufgeführt, für 2026 lägen noch keine validen Daten vor. Die Tankinfrastruktur umfasst laut Antwort drei eigene Tankstellen sowie Nutzung öffentlicher Tankstellen, mit gewährleisteter ununterbrochener Stromversorgung; weitere Details werden aus Geheimhaltungsgründen nicht genannt.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion (Abgeordneter Thorsten Weiß) am 26. Februar 2026 eingereicht. Die Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport liegt vor, datiert auf den 12. März 2026, unterzeichnet in Vertretung durch Christian Hochgrebe. Die Landesregierung verweist bei mehreren Fragen (3, 5, 6, 12, 14, 15) auf Geheimhaltungsgründe, die einer detaillierten Aufschlüsselung entgegenstehen. Als Datenquellen werden unter anderem das Fuhrparkmanagementprogramm ZAMIK (Stand 9. März 2026) und interne Datenerhebungen der Dir ZS TL (Stand 4. und 10. März 2026) genannt.

Quelle: Berlin, Dokument 19/25361, Wahlperiode 19, eingereicht 26. Februar 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.