📄 Das Stadtbad Märkisches Viertel
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Stadtbad Märkisches Viertel in Berlin-Reinickendorf: Es geht um die Entwicklung der Besucherzahlen seit 2020, den baulichen Zustand und Sanierungsbedarf, geplante Instandhaltungsmaßnahmen sowie die Wasserflächenversorgung in der Region und die Barrierefreiheit des Bades.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Nutzer*innen des Stadtbads Märkisches Viertel, darunter Schulen und Schwimmvereine im öffentlichen und nicht-öffentlichen Schwimmbetrieb, sowie die Bevölkerung im Bezirk Reinickendorf und den angrenzenden Regionen (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg) hinsichtlich der Wasserflächenversorgung. Zuständig ist die Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit den Berliner Bäder-Betrieben (BBB).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin fragt: Wie haben sich die Besucherzahlen seit 2020 nach Kategorien entwickelt? Welche Änderungen gab es bei den Öffnungszeiten? Welche baulichen Mängel und Sanierungsbedarfe bestehen aktuell? Welche Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen wurden seit 2020 mit welchen Kosten durchgeführt? Welche weiteren Maßnahmen sind mit Zeitplan und Kosten geplant? Kam es zu temporären Schließungen oder Einschränkungen? Wie bewertet der Senat die Wasserflächenversorgung in Reinickendorf? Welche Maßnahmen erleichtern den Zugang für Menschen mit geringem Einkommen? Wie steht es um die Barrierefreiheit und welche weiteren Maßnahmen sind geplant?
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet: Die Gesamtbesuche stiegen von 91.762 (2020) auf 181.398 (2023) und lagen 2025 bei 173.011, für 2026 bisher 35.419 (Stand 04.03.2026). Zu Öffnungszeiten und temporären Schließungen werden keine entsprechenden Daten erhoben. Als aktuelle Sanierungsbedarfe werden die Instandsetzung der Umkleiden (RLT, Elektro, Sanitär, Schwallwasserrinnen), die Fortführung der Beckenumgangsinstandsetzung und die Sanierung der Schwimmbecken genannt. Seit 2020 wurden u.a. die RLT-Anlage (ca. 350.000 €, 2020), die Filtersteuerung (ca. 80.000 €, 2021), Treppengeländer (ca. 20.000 €, 2022), Treppen in der Zentrale (ca. 25.000 €) und Rohrleitungsrückbau (ca. 25.000 €, 2023), Beleuchtung und Beckenumgangssanierung (ca. 40.000 € bzw. 200.000 €, 2024) sowie Beckenumgangsarbeiten und Abdichtung (ca. 70.000 € bzw. 20.000 €, 2025) durchgeführt; jährlich fallen zudem ca. 75.000 € für Reparaturen an. Mittel für dringende Instandsetzungen sind laut Senat bereits zurückgestellt; die BBB wollen das Bad in die Vorhabenplanung aufnehmen, die im November 2026 dem Aufsichtsrat vorgelegt werden soll. Zur Wasserflächenversorgung erklären die BBB, dass sie überregional statt bezirksbezogen bewertet wird; in der Region 4 (Reinickendorf, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg) bestehe aktuell eine gemischte Lage, wobei die Interims-Traglufthalle in Mitte die unterdurchschnittliche Situation in Reinickendorf kompensiere; mittelfristig werde nach Sanierung des Paracelsus-Bads und Fertigstellung des Funktionsbads Pankow eine ausgeglichene Versorgung erwartet. Zur sozialen Zugänglichkeit verweist der Senat auf die aktuelle Tarifsatzung, bei der sich die Ermäßigungskriterien trotz erster Preisanpassung seit Jahren nicht geändert hätten. Zur Barrierefreiheit nennt der Senat einen ebenerdigen Zugang zum Foyer, eine separate Behindertenumkleide mit WC und Dusche sowie einen barrierefreien Zugang zur Schwimmhalle.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Klara Schedlich (Bündnis 90/Die Grünen) am 26. Februar 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 16. März 2026 und wurde in Vertretung von Franziska Becker (Senatsverwaltung für Inneres und Sport) unterzeichnet, basierend auf einer Stellungnahme der Berliner Bäder-Betriebe (BBB). Konkrete Zahlen zu Besuchen, Kosten und Terminen sind oben in den Findings aufgeführt. Zu Öffnungszeiten und temporären Schließungen liegen laut Senat keine erhobenen Daten vor. Die BBB planen, das Bad im November 2026 in die Vorhabenplanung für den Aufsichtsrat aufzunehmen.