📄 Bauarbeiten auf der U6 in Tegel (IV)
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die Bauarbeiten auf der U-Bahn-Linie U6 in Tegel, die laut Angaben der BVG wegen winterlicher Witterung für rund sieben Wochen unterbrochen werden mussten. Der Fragesteller möchte wissen, wie sich diese Unterbrechung auf den Zeitplan zur Wiederinbetriebnahme auswirkt, die für das 4. Quartal 2026 vorgesehen ist. Es handelt sich um die vierte Anfrage des Abgeordneten zu diesem Thema, die an eine frühere Anfrage (Drs. 19/25126) anknüpft.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Fahrgäste der U6 im Bereich Tegel, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) als ausführendes Unternehmen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt als zuständige Verwaltung.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller fragt: wie lange die Bauarbeiten frostbedingt unterbrochen wurden; ob die Arbeiten wieder aufgenommen wurden; wie solche winterlichen Baustopps künftig proaktiv in der Zeitplanung berücksichtigt werden können; ob sich seit dem 31.12.2025 neue Erkenntnisse zum Halten des Termins im 4. Quartal 2026 ergeben haben; falls nein, ob es gar keine oder nicht ausreichende Erkenntnisse gibt; wie sich die winterliche Witterung auf den Zeitplan ausgewirkt hat; und ob der bisherige Terminplan aus Drs. 19/25126 nach Wiederaufnahme der Arbeiten überarbeitet wurde.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die BVG teilt mit, dass witterungsabhängige Arbeiten an den Außenanlagen (u.a. Erd-, Betonage- und Stahlbauarbeiten) frostbedingt für rund sieben Wochen unterbrochen werden mussten, inzwischen aber wieder aufgenommen wurden. Laut BVG haben witterungsbedingte Einflüsse in den vergangenen rund zehn Jahren in der Regel keine oder nur geringe Auswirkungen auf den Bauablauf gehabt; eine vorausschauende Berücksichtigung in der Planung sei nur eingeschränkt möglich, da Witterungslagen begrenzt verlässlich prognostizierbar seien. Wo räumlich möglich (Brücken, Tunnelbereiche, kleinere Bahnhofsgebäude) würden beheizbare Einhausungen eingerichtet. Der vergangene Winter habe laut BVG eine besondere Situation dargestellt, da er über ungewöhnlich lange Zeit von sehr frostigen Temperaturen geprägt gewesen sei. Der Senat teilt mit, dass ihm derzeit keine neuen Erkenntnisse zur Inbetriebnahme vorliegen, und verweist auf die Beantwortung der Schriftlichen Anfrage 19/25216 (Fragen 1 bis 3). Die BVG ergänzt, dass die komplexen Terminpläne mit bis zu 20 Teilgewerken derzeit mit allen Beteiligten neu abgestimmt werden und für die am stärksten betroffenen Gewerke Erdbau und Brücken Beschleunigungsmöglichkeiten geprüft werden.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Björn Wohlert (CDU) eingereicht und am 2. März 2026 gestellt; die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt datiert vom 15. März 2026, unterzeichnet von Staatssekretär Arne Herz. Der Senat verweist auf frühere Drucksachen 19/25126 und 19/25216 (dort Fragen 1 bis 3). Die inhaltlichen Angaben zu den Bauunterbrechungen und Terminplänen stammen von der BVG, die der Senat laut eigener Vorbemerkung um Stellungnahme gebeten hat, da er diese Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann. Konkrete Zahl: rund sieben Wochen frostbedingte Unterbrechung der Außenarbeiten; betroffen sind laut BVG bis zu 20 Teilgewerke.