📄 Zuverlässigkeit von Rolltreppen und Aufzügen an Bahnhöfen verbessern
📋 Worum geht es?
Der Abgeordnete fragt den Senat nach dem Zustand und den Ausfallquoten von Rolltreppen und Aufzügen an stark frequentierten Berliner Bahnhöfen, insbesondere am Hauptbahnhof, am Bahnhof Friedrichstraße und am Bahnhof Zoologischer Garten. Die Anfrage betrifft außerdem die Ursachen der Störungen und die Maßnahmen zur Verbesserung der technischen Zuverlässigkeit.
👥 Wer ist betroffen?
Reisende an Berliner Bahnhöfen, insbesondere mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, sowie die DB InfraGO AG als zuständiges Infrastrukturunternehmen und der Berliner Senat.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wie bewertet der Senat den Zustand und die Ausfallquoten von Rolltreppen und Aufzügen an den genannten Bahnhöfen? Welche Ursachen für die Störungen sind bekannt, insbesondere bezüglich winterlichem Streugut? Welche Maßnahmen wurden oder werden ergriffen, um die Zuverlässigkeit zu verbessern? Wie wird die dauerhafte Barrierefreiheit an stark frequentierten Umsteigebahnhöfen sichergestellt?
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet, dass die DB InfraGO AG als Eigentümerin der Fahrtreppenanlagen für Wartung und Störungsbeseitigung zuständig ist und der Senat hierzu keine konkreten Vorgaben machen kann; die langanhaltenden Ausfallzeiten und hohen Ausfallquoten bewertet der Senat als nicht zufriedenstellend. Laut Stellungnahme der Deutschen Bahn sind am Berliner Hauptbahnhof aktuell 35 Rolltreppen außer Betrieb, am Bahnhof Südkreuz weitere zehn. Bundesweit seien bei rund 70 Rolltreppen aufwendige Reparaturen nötig, teils müssten Anlagen komplett ersetzt werden, auch am Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn gibt an, eine Task Force installiert zu haben, die mit Reparaturen beginnt, sobald Ersatzteile vorliegen. Als Ursache für Störungen im Winter nennt die Deutsche Bahn eingetragenes Streugut (Streusand, Splitt), das über Schuhwerk in die Mechanik gerät und Sensoren sowie Bauteile beeinträchtigt. Als Gegenmaßnahmen nennt die Deutsche Bahn verstärkte Reinigung von Streugut, den Test von 'Sauberlaufzonen' (Mattenbereichen) vor Fahrtreppen an betroffenen Standorten, den Einsatz fahrtreppenfreundlicheren Streuguts auf eigenen Flächen sowie eine Erhöhung der personellen und technischen Kapazitäten der Wartungsdienstleister. Zur Barrierefreiheit erklärt die Deutsche Bahn, Aufzüge blieben mobilitätseingeschränkten Fahrgästen weiterhin zur Verfügung, Unterstützung könne über die Mobilitätsservice-Zentrale bis 24 Stunden vor Reiseantritt angemeldet werden; am Hauptbahnhof seien rund zwei Dutzend zusätzliche Servicekräfte im Einsatz.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der CDU-Fraktion (Abgeordneter Martin Pätzold) am 2. März 2026 eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor und datiert vom 15. März 2026, unterzeichnet in Vertretung von Arne Herz (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt). Die Antwort enthält an mehreren Stellen gekennzeichnete wörtliche Stellungnahmen der DB InfraGO AG, da der Senat die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann. Konkrete Zahlen laut DB InfraGO AG: 35 außer Betrieb befindliche Rolltreppen am Hauptbahnhof, 10 weitere am Bahnhof Südkreuz, rund 70 Anlagen bundesweit mit aufwendigem Reparaturbedarf.