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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Tote Schwäne im Kreuzberger Landwehrkanal – was tut der Senat, um eine solches Drama für die Zukunft zu verhindern?

31. März 2026Dokument 19/25393 · WP 19Berlin
Katrin Schmidberger, June Tomiak, Dr. Stefan Taschner
VogelgrippeSchwäneLandwehrkanalWildvögelTierseuchenbekämpfung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Tod zahlreicher Schwäne und anderer Wasservögel in Berlin während des Winters, insbesondere am Landwehrkanal in Kreuzberg. Die Fragesteller wollen wissen, wie viele Tiere gestorben und geborgen wurden, wie viele auf Krankheiten wie die Vogelgrippe (HPAI) untersucht wurden und warum die Bergung teilweise erst mit großer Verzögerung erfolgte.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Berliner Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf, Neukölln, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick, deren Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörden sowie die Wasserschutzpolizei und Feuerwehr bei der Bergung der toten Tiere involviert waren.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollen wissen: Wie viele Schwäne sind in den letzten Wochen gestorben, speziell am Landwehrkanal? Wie viele wurden geborgen? Wie viele Tiere wurden auf Krankheiten untersucht und mit welchem Ergebnis? Warum erfolgte die Bergung so spät? Stimmt es, dass Polizei und Feuerwehr die Tiere bei Eis nicht bergen konnten, und welche Voraussetzungen bräuchten sie dafür? Wie viele andere Wildvögel wurden tot geborgen und auf Vogelgrippe untersucht? Wer hat welche Bergungsmaßnahmen an bestimmten Orten und Terminen durchgeführt bzw. veranlasst? Welche Behörde ist grundsätzlich für die Bergung toter Schwäne zuständig?

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut den Bezirksämtern starben in Mitte in den letzten fünf Monaten schätzungsweise 250 Wasservögel; 32 tote Schwäne wurden gemeldet, 26 geborgen. In Friedrichshain-Kreuzberg wurden 13 tote Schwäne geborgen, davon neun untersucht (acht positiv, einer negativ auf HPAI). In Reinickendorf wurden sieben tote Schwäne gemeldet, drei geborgen und drei untersucht. Der Senat nennt landesweit 15 bzw. 2 positiv auf HPAI getestete Schwäne (Stand 20.02.2026 bzw. 05.03.2026) von insgesamt 520 bzw. 485 beprobten Wildvögeln, wovon 92 bzw. 100 Wildvögel infiziert waren. Als Grund für die verzögerte Bergung nennt Friedrichshain-Kreuzberg die vom 07.01. bis 28.02.2026 geschlossene Eisdecke, die eine Bergung vom Wasser aus unmöglich machte; die Bergung erfolgte schließlich am 27.02.2026 mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei. Mitte berichtet, Meldungen seien in 90 % der Fälle innerhalb von 48 Stunden bearbeitet worden. Marzahn-Hellersdorf nennt als Voraussetzung für schnellere Bergungen durch Polizei und Feuerwehr klare Zuständigkeiten, geeignete Ausstattung und festgelegte Abläufe. Zur Zuständigkeit verweisen mehrere Bezirksämter auf § 5 Abs. 1 TierGesG i.V.m. EU-Verordnungen, wonach die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörde bei Tierseuchenverdacht epidemiologische Untersuchungen durchführen muss; betroffene Tierkörper gelten als tierisches Nebenprodukt der Kategorie 1.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingereicht; eine Antwort des Senats liegt vor (Antwortdatum 21.03.2026). Der Senat und mehrere Bezirksämter (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf, Neukölln, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick) äußerten sich in Form von Stellungnahmen, die in der Antwort wiedergegeben werden. Konkrete Zahlen zu toten und geborgenen Tieren sowie HPAI-Testergebnissen werden mit Datumsangaben genannt (u.a. Stand 20.02.2026 und 05.03.2026). Die Antwort verweist auf § 5 Abs. 1 Satz 3 und 4 TierGesG i.V.m. Art. 26 und 27 VO (EU) 2016/429 sowie Art. 162 VO (EU) 2020/687. Das Bezirksamt Neukölln verweist mehrfach darauf, keine abschließenden Informationen zu haben bzw. Daten bereits an die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz übermittelt zu haben. Das Dokument bricht am Ende der Antwort zu Frage 14 mitten im Satz ab ("Für Wildvö").

Quelle: Berlin, Dokument 19/25393, Wahlperiode 19, eingereicht 2. März 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.