📄 Visaprobleme von Künstler:innen bei Berliner Veranstaltungen: Was tut der Senat?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage behandelt Visaprobleme von Künstler:innen, die zu Berliner Kulturveranstaltungen wie der Berlinale eingeladen sind, aber keine Einreisegenehmigung erhalten. Anlass waren laut der Fragestellerin Presseberichte vom 14. Februar 2026 über die Filmschaffenden Amjad Abu Alala und Mohamed Alomda sowie die Autorin Paula Thabet, die nicht zur Berlinale kommen konnten.
👥 Wer ist betroffen?
Künstler:innen aus dem Ausland, die zu Berliner Kulturveranstaltungen eingeladen werden, sowie Institutionen wie die Berlinale und das Humboldt Forum.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin möchte wissen, ob sich der Senat bei den Deutschen Botschaften für die Visaerteilung von eingeladenen Künstler:innen einsetzt, ob es Ansprechpartner:innen bei der Senatsverwaltung für Visa-Probleme gibt und ob es einen Überblick über die Häufigkeit verweigerter Visa gibt. Außerdem fragt sie, ob der Senat ein Glaubwürdigkeitsproblem bei Institutionen wie der Berlinale und dem Humboldt Forum sieht, wenn Kreative keine Visa erhalten.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SenKultGZ) antwortet, dass sie im Falle einer Visa-Antragstellung anlassbezogen bestätigt, dass eine Person eine Förderung erhält, wenn dies für die Einreise notwendig ist. Es gibt laut Senat keine Ansprechpartner:innen für Visa-Probleme in der SenKultGZ. Die Berlinale selbst habe sich für die Teilnahme von Amjad Abu Alala und Mohamed Alomda am Berlinale Co-Production Market eingesetzt, indem sie Einladungsschreiben bereitstellt und eng mit dem Auswärtigen Amt zusammenarbeitet. Die SenKultGZ hat laut eigener Aussage keinen Überblick darüber, wie oft Künstler:innen wegen verweigerter Visa bei Veranstaltungen fehlen. Der Senat sieht kein nachhaltiges Glaubwürdigkeitsproblem bei Institutionen wie der Berlinale oder dem Humboldt Forum, da Visa-Nichterteilungen nach seiner Einschätzung Ausnahmefälle seien, denen durch anlassbezogene Unterstützung begegnet werden könne.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingereicht. Eine Antwort des Senats liegt vor, unterzeichnet von Cerstin Richter-Kotowski (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) am 13.03.2026. Die Antworten enthalten keine Zahlenangaben zur Häufigkeit von Visa-Verweigerungen; der Senat gibt an, hierzu keinen Überblick zu haben. Die Fragestellerin verweist auf Presseberichterstattung vom 14. Februar 2026 zu den Fällen Amjad Abu Alala, Mohamed Alomda und Paula Thabet.