📄 Sperrung der Sporthalle an der Grundschule an der Marie – Investitionsbedarf und möglicher Sanierungsstau bei Berliner Sporthallen
📋 Worum geht es?
Anlass der Anfrage ist die vorsorgliche Sperrung der Sporthalle an der Grundschule an der Marie, die laut Antwort auf eine Verstopfung zurückging, durch die eine Schnee- und Eisdecke auf dem Dach nicht abfließen konnte. Der Fragesteller möchte wissen, in welchem Ausmaß in Berlin generell ein Sanierungsstau bei Sporthallendächern und deren Entwässerung besteht und welche Haushaltsmittel dafür vorgesehen sind.
👥 Wer ist betroffen?
Berliner Bezirke und ihre Schulsportanlagen, insbesondere Sporthallen an Schulen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg; betroffen sind auch Schülerinnen und Schüler, die diese Sporthallen nutzen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1) Bei wie vielen Sporthallen in Berlin nach Einschätzung des Senats ein Sanierungsstau bei Dachkonstruktionen oder Dachentwässerung besteht, aufgeschlüsselt nach Bezirken und Dringlichkeit; 2) welcher konkrete Investitionsbedarf sich daraus insgesamt und nach Bezirken ergibt; 3) in welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Landeshaushalts Mittel für die Sanierung von Sporthallendächern etatisiert sind; 4) welche Mittel 2024 und 2025 zur Verfügung standen und abgerufen wurden; 5) welche Mittel im aktuellen Doppelhaushalt und der Finanzplanung vorgesehen sind; 6) ob der Senat angesichts möglicher zunehmender Extremwetterlagen Anpassungsbedarf bei Priorisierung oder Mittelverteilung sieht.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Antwort des Senats liegt vor. Die Bezirke meldeten konkrete Sanierungsfälle: In Friedrichshain-Kreuzberg besteht bei der Flatow-Sporthalle sowie drei weiteren Hallen hohe Dringlichkeit mit einem Investitionsbedarf von insgesamt 8.000 Tsd. €; in Neukölln weisen zehn Sporthallen hohe Dringlichkeit mit Einzelbeträgen zwischen 150 und 775 Tsd. € auf; in Tempelhof-Schöneberg werden sechs Objekte mit mittlerer bis hoher Dringlichkeit und einem Gesamtbedarf von 5.400 Tsd. € genannt; in Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf bestehen Fälle mittlerer Dringlichkeit. Sieben Bezirke (Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Pankow, Reinickendorf, Spandau, Treptow-Köpenick) führen keine gesonderte Sanierungserhebung zu Dachkonstruktionen. Im Landeshaushalt existiert kein eigener Titel für Sporthallendächer; Mittel laufen über die bezirklichen Kapitel 3700–3705 (teilweise 3306) unter den Titeln 51902 und 51912 für bauliche Unterhaltung bzw. über Investitionstitel der Gruppen 702/714. Für baulichen Unterhalt standen 2024 insgesamt 270.193,9 Tsd. € Plan (228.811,9 Tsd. € Ist) und 2025 279.921,8 Tsd. € Plan (235.482,1 Tsd. € Ist) zur Verfügung. Für 2026–2029 sind 296.148,0 / 276.321,5 / 139.161,0 / 164.280,0 Tsd. € geplant. Eine Erneuerung eines Sporthallendachs gilt laut Senat in Verbindung mit energetischen Maßnahmen in der Regel als Investition. Zur Frage nach Anpassungsbedarf bei Extremwetter antwortet der Senat, die bauliche Unterhaltung werde kontinuierlich bewertet, priorisiert und gemäß den Kapazitäten der zuständigen Baudienststellen umgesetzt.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion eingereicht (Abgeordneter Tommy Tabor) am 20. Januar 2026, die Antwort des Senats datiert vom 16. März 2026. Die Antwort beruht laut Senat auf Stellungnahmen der Bezirksämter. Der Senat nennt konkrete Investitionsbeträge je Bezirk und Halle (siehe findings) sowie Haushaltszahlen für 2024–2029. Eine gesonderte Auswertung speziell zu Dachkonstruktionen ist laut Senat für die Finanzplanung nicht möglich, da die Titelerläuterungen keine entsprechend detaillierten Angaben enthalten. Sieben von zwölf Bezirken führen laut eigenen Angaben keine gesonderte Sanierungserhebung zu Dachkonstruktionen.