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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Macht Berlin genug für Hitzeschutz bei älteren und pflegebedürftigen Menschen?

1. April 2026Dokument 19/25436 · WP 19Berlin
Silke Gebel, Catrin Wahlen
HitzeschutzPflegeeinrichtungenSeniorenarbeitLuftqualitätKlimaanpassung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft den Hitzeschutz für ältere und pflegebedürftige Menschen in Berlin. Im Mittelpunkt stehen die Organisation und Arbeit des Aktionsbündnisses Hitzeschutz Berlin sowie Maßnahmen im Gesundheits- und Pflegebereich, Ressourcen für die Bezirke, gesundheitliche Auswirkungen von Hitze und Luftverschmutzung sowie Förderprogramme.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind ältere Menschen, Pflegebedürftige und Pflegekräfte in Berlin, insbesondere in stationären, teilstationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, sowie die Berliner Bezirke, die Heimaufsicht und die Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses Hitzeschutz Berlin.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerinnen erfragen: den organisatorischen Aufbau des Berliner Hitzeschutzbündnisses und seine Mitglieder; die seit Gründung umgesetzten konkreten Maßnahmen; die finanziellen und personellen Ressourcen für die Bezirke 2026/27; die durch das Bundesförderprogramm 'Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen' geförderten Berliner Maßnahmen; die aktuell umgesetzten Hitzeschutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen; die Unterstützung von Pflege- und Senioreneinrichtungen bei Hitzeschutzplänen; Erkenntnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze inklusive Krankenhauseinlieferungen der letzten 5 Jahre; Daten zur Luftqualitätsentwicklung 2026 und deren gesundheitliche Auswirkungen; sowie Maßnahmen zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken durch Luftverschmutzung und Hitze für vulnerable Gruppen.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet: Das 2022 von Ärztekammer Berlin, KLUG und der Gesundheitsverwaltung gegründete Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin hat inzwischen 24 Mitglieder und trifft sich halbjährlich; es erstellt Musterhitzeschutzpläne, die auch vom Bundesgesundheitsministerium bundesweit genutzt werden. Für 2026/2027 sind 600.000 Euro pro Haushaltsjahr für Klima- und Hitzeschutzmaßnahmen in gemeinnützigen Kindertages- und Begegnungsstätten vorgesehen; Mittel ausschließlich für Hitzeschutz im Gesundheits- und Pflegebereich für die Bezirke sind nicht vorgesehen. Zum Bundesförderprogramm AnpaSo liegt dem Senat über die Bundesgesellschaft ZUG hinaus keine detaillierte Übersicht vor; gefördert wurden u.a. Berliner Kitas, Schulen und Krankenhäuser. Laut Krankenhausdiagnosestatistik (ICD-10 T67) gab es 2020-2024 jährlich 1 bis 8 Behandlungsfälle mit Hauptdiagnose Hitzeschäden bei über 65-Jährigen, was laut Senat wegen Untererfassung wenig aussagekräftig ist; eine Sonderauswertung zu Volumenmangel (2010-2023) durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zeigt einen deutlichen Anstieg stationärer Aufnahmen mit steigenden Temperaturen, besonders bei Männern 80-85 und Frauen 85-90 Jahren. Bei der Luftqualität sank laut Senat die PM2.5-Belastung an verkehrsnahen Messstationen von 13-15 µg/m³ (2021) auf 10-12 µg/m³ (2025), PM10 von 21-28 auf 15-22 µg/m³, NO₂ von max. 40 auf 33 µg/m³; der Senat sieht ältere und pflegebedürftige Menschen als vulnerable Gruppen für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Anfrage von den Grünen-Abgeordneten Silke Gebel und Catrin Wahlen am 5. März 2026; die Antwort der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege liegt vor und datiert vom 25. März 2026. Der Senat nennt konkrete Zahlen: 600.000 Euro jährlich für Klima- und Hitzeschutz in Kindertages- und Begegnungsstätten (2026/2027), 1 bis 8 jährliche Hitzeschäden-Behandlungsfälle bei über 65-Jährigen (2020-2024) sowie Messwerte zur Luftqualität 2021-2025. Der Senat verweist auf die Antwort zu Frage 2 sowie auf Datenquellen wie das digitale Monitoring- und Informationssystem des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 und das Berliner Luftgütemessnetz.

Quelle: Berlin, Dokument 19/25436, Wahlperiode 19, eingereicht 5. März 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.