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BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Auswirkungen der Kürzungen auf das Praxislernen?

1. April 2026Dokument 19/25451 · WP 19Berlin
Franziska Brychcy
PraxislernenDuales LernenWerkstattunterrichtBildungsträgerHaushaltsmittel
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit den Praxislerngruppen (PLG) in Berlin, einem Angebot des Dualen Lernens, bei dem Schülerinnen und Schüler an bestimmten Wochentagen in Werkstätten bei freien Bildungsträgern praktisch lernen. Im Mittelpunkt steht, wie sich frühere Mittelkürzungen auf die Anzahl der Plätze, die beteiligten Schulen und Träger sowie auf die künftige Finanzierung in den Jahren 2026 und 2027 ausgewirkt haben beziehungsweise auswirken könnten.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 an Integrierten Sekundarschulen (ISS) und Gemeinschaftsschulen (GemS) in allen Berliner Bezirken, die beteiligten Schulen, die freien Bildungsträger (u.a. CJD, Kids & Co, Modul e.V., Zukunftsbau GmbH, PFH, Löwenherz Heilhaus) sowie insbesondere die Werkschule Löwenherz in Neukölln.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin erfragt unter anderem: die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Praxislerngruppen im Schuljahr 2025/26 und deren Verteilung auf Wochentage, Klassenstufen und Bezirke; an welchen Schulen PLG gestrichen wurden oder keine neuen Teilnehmenden aufgenommen werden konnten; welche Schulen Kooperationsschulen sind und mit welchen Trägern; den gemeldeten Bedarf für 2025/26 und 2026/27; welche Träger ab 2026/27 möglicherweise keine Plätze mehr anbieten; die Bewertung der Situation der Werkschule Löwenherz in Neukölln; die Standorte der Werkstätten; die verfügbaren Haushaltsmittel für 2026 und 2027; die Mittelverteilung auf Träger für 2026/27; die Fördersätze pro Platz seit dem 1.1.2026; den Stand der konzeptionellen Überarbeitung des Praxislernens sowie ob die Zahl der Werkstatttage reduziert werden soll.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Antwort des Senats enthält umfangreiche Zahlen: Im Schuljahr 2025/26 nehmen 724 Schülerinnen und Schüler an 45 Praxislerngruppen teil (204 an einem Tag, 252 an zwei Tagen, 268 an drei Tagen; 385 in Jahrgangsstufe 9, 339 in Jahrgangsstufe 10). An acht Schulen wurden 2025/26 keine PLG eingerichtet, an fünf weiteren Schulen keine neuen Neuntklässler aufgenommen. Für 2026/27 haben Schulen einen Bedarf von 1.164 Plätzen gemeldet; die Bedarfsabfrage für 2026/27 läuft noch. Alle genannten Träger (u.a. CJD, Kids & Co, Modul e.V.) wollen laut Senat auch 2026/27 weiter kooperieren. Für ISS stehen 3.629.000 Euro, für GemS 591.000 Euro zur Verfügung (Doppelhaushalt 2026/2027). Die maximale Zuwendung pro Praxisplatz beträgt 1.500 Euro, zusätzlich bis zu 100 Euro Mietkostenzuschuss sowie ein ergänzender Fördersatz von 2% je zusätzlichem Werkstattangebot. Von Januar bis Juli 2026 sind 1.304.640,64 Euro für Träger vorgesehen. Der Senat geht davon aus, dass die für 2026 vorgesehenen Mittel vollständig verausgabt werden. Zur Werkschule Löwenherz in Neukölln erklärt der Senat, die aktuellen Herausforderungen am Standort lägen in der Verantwortung des Bezirks, der Senat unterstütze die bezirklichen Klärungsgespräche. Die Überarbeitung der Sekundarstufe-I-Verordnung und der AV Berufliche Orientierung und Duales Lernen befindet sich laut Senat in finaler Abstimmung und soll zum Schuljahr 2026/27 eingeführt werden; über die Anzahl der Werkstatttage entscheiden weiterhin Träger und Schule gemeinsam.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Franziska Brychcy (Die Linke) am 4. März 2026 eingereicht; die Antwort des Senats (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, in Vertretung Christina Henke) liegt datiert auf den 25. März 2026 vor. Die Antwort nennt konkrete Zahlen zu Teilnehmenden, Trägern, Standorten und Haushaltsmitteln (u.a. 3.629.000 Euro für ISS und 591.000 Euro für GemS im Doppelhaushalt 2026/2027, maximal 1.500 Euro Zuwendung pro Praxisplatz). Der Senat verweist auf den beschlossenen Doppelhaushalt 2026/2027 als Quelle für die Gesamtmittel. Zur Werkschule Löwenherz äußert der Senat, dass die Lösung der Herausforderungen in der Zuständigkeit des Bezirks liege.

Quelle: Berlin, Dokument 19/25451, Wahlperiode 19, eingereicht 4. März 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.