📄 Stand des Glasfaserausbaus in 13503 und 13505 Berlin
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Stand des Glasfaserausbaus (FTTH/FTTB) in den Reinickendorfer Ortsteilen Heiligensee und Konradshöhe. Es geht um die aktuelle Versorgungsquote, geplante Ausbauvorhaben von Telekommunikationsunternehmen sowie um Genehmigungsverfahren und mögliche Hürden beim Ausbau.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Haushalte in den Reinickendorfer Ortsteilen Heiligensee und Konradshöhe (PLZ 13503 und 13505), das Bezirksamt Reinickendorf sowie Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom und die Deutsche Glasfaser.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wie ist der aktuelle Stand des Glasfaserausbaus und wie viele Haushalte haben einen tatsächlichen Anschluss? Wie hoch ist der Versorgungsanteil in den genannten Postleitzahlgebieten im Vergleich zu Bezirk und Land? Welche konkreten Ausbauplanungen bestehen durch Deutsche Telekom und Deutsche Glasfaser? Ist das Ergebnis der Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser bekannt? Mit welchen Behörden stand die Deutsche Glasfaser in Kontakt? Welche Genehmigungsverfahren sind erforderlich und wie lange dauern sie? Welche Hemmnisse traten auf? Welche Unterstützungsmaßnahmen wurden ergriffen? Wie bewertet der Senat die angekündigte Nachfragebündelung der Telekom? Welche Gebiete sind für den Ausbau vorgesehen? Kommen die Ortsteile für Förderprogramme infrage? Wann ist ein flächendeckender Anschluss realistisch?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet, dass laut Gigabit-Monitor die homes-passed-Versorgungsquote in Konradshöhe bei 0,2 % und in Heiligensee bei 0,5 % liegt, verglichen mit 49,2 % im Bezirk Reinickendorf und 53,4 % im Land Berlin. Ein Monitoring der tatsächlich angeschlossenen Haushalte erfolgt nicht. Konkrete Ausbauplanungen einzelner Unternehmen über den Gigabit-Monitor hinaus sind dem Senat nicht bekannt; das Ergebnis der Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser ist dem Senat nicht bekannt. Die Deutsche Glasfaser ist einer von zehn Strategiepartnern des Landes Berlin zur Gigabit-Strategie; laut Bezirksamt Reinickendorf wandten sich Unternehmen während der Vorvermarktungsphase an die bezirkliche Wirtschaftsförderung, interessierte Unternehmen wurden im Juni und Oktober 2024 ins Rathaus eingeladen. Genehmigungen nach § 127 TKG dauern in Reinickendorf im Schnitt 22 Kalendertage, Genehmigungen nach § 45 StVO acht Kalendertage. Dem Senat und dem Bezirksamt sind keine Probleme bekannt; laut Bezirksamt informierte die Deutsche Glasfaser im Januar 2025 lediglich über eine Verlängerung der Vorregistrierungsfrist. Als Unterstützungsmaßnahmen wurden Flyer und Begleitschreiben bereitgestellt sowie koordinierende Ansprechpersonen im Bezirksamt benannt. Der Senat bewertet keine Geschäftspraktiken von Unternehmen. Die Ortsteile sind nicht Bestandteil aktueller Förderprojekte im Rahmen der Gigabitrichtlinie des Bundes 2.0; die Förderfähigkeit müsste über ein Markterkundungsverfahren festgestellt werden. Eine Prognose zum Zeitpunkt eines flächendeckenden Ausbaus gibt der Senat nicht ab, verweist aber auf die Zielstellung der Gigabit-Strategie des Landes Berlin.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Anfrage vom Abgeordneten Stephan Schmidt (CDU) am 9. März 2026, die Antwort der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe erfolgte am 19. März 2026. Zur Beantwortung wurde das Bezirksamt Reinickendorf um Stellungnahme gebeten, dessen Antworten im Dokument gekennzeichnet wiedergegeben sind. Genannte Zahlen: Versorgungsquote Konradshöhe 0,2 %, Heiligensee 0,5 %, Bezirk Reinickendorf 49,2 %, Land Berlin 53,4 % (homes-passed-Basis). Bearbeitungszeiten: 22 Kalendertage (§ 127 TKG), acht Kalendertage (§ 45 StVO). Verwiesen wird auf den öffentlich einsehbaren Gigabit-Monitor (gigabit.berlin.de/gigabitmonitor.php) sowie auf die Gigabitrichtlinie des Bundes 2.0.