📄 Geplanter Mobilfunkmast in Heiligensee – Wie ist der Stand der Dinge?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft den geplanten Bau eines Mobilfunkmasts auf dem Gelände der Kleingartenanlage Waldessaum e.V. in Heiligensee (13503 Berlin). Hintergrund sind laut dem Fragesteller seit Jahren bestehende Defizite bei der Mobilfunkversorgung in den Reinickendorfer Ortsteilen Heiligensee und Konradshöhe.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Bewohner der Ortsteile Heiligensee und Konradshöhe im Bezirk Reinickendorf, das Bezirksamt Reinickendorf, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie die Deutsche Telekom bzw. deren Tochtergesellschaft DFMG Deutsche Funkturm GmbH als Vorhabenträgerin.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wie ist der aktuelle Sachstand des Vorhabens? Welches Unternehmen ist Vorhabenträger und für welche Netzbetreiber wird der Mast genutzt? Welche Abstimmungen mit Behörden fanden seit Februar 2025 statt? Welche Ergebnisse brachte ein Bodengutachten? Welche offenen Punkte bestehen noch? Welche Genehmigungen sind erforderlich und wie ist deren Verfahrensstand? Welche Bauweise und Höhe sind vorgesehen? Welche Mobilfunkstandards sollen bereitgestellt werden? Welche Verbesserungen erwartet der Senat für Heiligensee und Konradshöhe? Welcher Zeitplan besteht für Genehmigung, Baubeginn und Inbetriebnahme? Welche Faktoren könnten zu Verzögerungen führen? Welche alternativen Standorte wurden geprüft und warum verworfen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Antwort des Senats und des Bezirksamts Reinickendorf wurde der Bauantrag am 6.2.2026 eingereicht und befindet sich in der Abstimmung. Vorhabenträger ist die DFMG Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Vorgesehen ist der Neubau eines Schleuderbetonmastes mit einer Höhe von 34,00 m samt Outdoor-Systemtechnik auf Fundament. Laut Deutscher Telekom sollen LTE und 5G installiert werden; erforderlich sind noch die Baugenehmigung und die Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur (BNetzA). Dem Umwelt- und Naturschutzamt (UmNat) liegen derzeit keine Bodengutachten zu Altlasten oder Bodenbelastungen vor; Kontakt zum UmNat erfolgte wegen möglicher Kompensationsanforderungen nach § 17 Bundesnaturschutzgesetz. Planungsrechtlich steht dem Vorhaben laut Bezirksamt nichts im Wege; derzeit werden Stellungnahmen der Ämter im Bauantragsverfahren eingeholt. Der Senat erwartet eine bessere digitale Versorgung in Heiligensee (u.a. Elchdamm, Alt-Heiligensee, Heiligenseestr., Dammwildsteig, Im Erpelgrund, Wildganssteig); für Konradshöhe wird wegen der Entfernung keine Verbesserung erwartet. Zeitplan und mögliche Verzögerungsfaktoren sind der Behörde nach eigener Aussage noch nicht bekannt bzw. ergeben sich erst aus dem Baugenehmigungsverfahren. Zu im Jahr 2023 von Anbietern vorgeschlagenen alternativen Standorten in Heiligensee können laut Bezirksamt keine detaillierten Aussagen getroffen werden, da diese nicht statistisch erfasst wurden.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Stephan Schmidt (CDU) am 9. März 2026 eingereicht (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 10. März 2026) und am 23. März 2026 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (in Vertretung Dr. Severin Fischer) beantwortet (Eingang am 24. März 2026). Die Antworten beruhen überwiegend auf Mitteilungen des Bezirksamts Reinickendorf sowie auf Auskünften der Deutschen Telekom; der Senat weist in der Vorbemerkung darauf hin, dass er die vier in Berlin tätigen Mobilfunknetzbetreiber befragt und das Bezirksamt um Stellungnahme gebeten hat.