📄 Schließung von Müllschluckern in Marzahn-Hellersdorf
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die Schließung von Müllschluckern in Wohnhäusern in Marzahn-Hellersdorf und die damit verbundenen Mieterhöhungen. Der Senat hat dazu die landeseigenen Wohnungsunternehmen um Stellungnahmen gebeten.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Mieterinnen und Mieter von degewo-Wohnhäusern in Marzahn-Hellersdorf an den Adressen Helene-Weigel-Platz 6, 7, 13 und 14, Allee der Kosmonauten 67 und 69 sowie Märkische Allee 116-122. Die weiteren landeseigenen Wohnungsunternehmen GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM sind laut deren Angaben an die Senatsverwaltung nicht betroffen, da sie in Marzahn-Hellersdorf keine Müllschlucker im Bestand bzw. keine Bestände haben.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1) Welche Wohnhäuser in Marzahn-Hellersdorf aktuell von der Schließung von Müllschluckern betroffen sind, bei landeseigenen und privaten Unternehmen. 2) Welche Mieterhöhungen angekündigt wurden, aufgeschlüsselt nach Adresse, Anzahl Wohneinheiten, Wohnfläche und Erhöhungsbetrag pro Quadratmeter. 3) Welche Maßnahmen vor Ort geprüft wurden, um eine Anpassung der Anlagen statt Schließung zu ermöglichen. 4) Wie Entscheidungen gegen solche Anpassungen begründet werden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen bewirtschaften GESOBAU, Gewobag, HOWOGE und STADT UND LAND in Marzahn-Hellersdorf keine von Müllschluckerschließungen betroffenen Bestände, die WBM hat dort keine Bestände. Die degewo teilt mit, dass die unternehmensweite Entscheidung zur Schließung der Müllschlucker in Abstimmung mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf getroffen wurde; betroffen seien die letzten Objekte im Bestand: Helene-Weigel-Platz 6/7/13/14, Allee der Kosmonauten 67/69 und Märkische Allee 116-122. Für diese Adressen nennt degewo konkrete Mieterhöhungen zwischen 0,07 €/m² und 0,08 €/m², bei Märkische Allee 116-122 0,27 €/m² wegen Neuerrichtung einer zusätzlichen Müllstandsfläche. Als Begründung nennt degewo, dass die Müllschluckerräume nicht mehr den brandschutzrechtlichen Anforderungen entsprächen, eine Ertüchtigung wirtschaftlich nicht vertretbar sei und laufende Wartungskosten entstünden; dem stehe eine geschätzte Einsparung der Betriebskostenvorauszahlung von 0,08 €/m² monatlich gegenüber, abhängig vom Trennverhalten der Nutzenden. Dem Senat liegen keine Informationen zu privaten Wohnungsunternehmen in Marzahn-Hellersdorf vor.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Kristian Ronneburg (Die Linke) am 9. März 2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen liegt vom 23. März 2026 vor. Die Antworten zu den landeseigenen Wohnungsunternehmen beruhen auf eigenen Stellungnahmen von degewo, Gewobag, HOWOGE, GESOBAU, STADT UND LAND und WBM, die der Senat eingeholt und ungeprüft in die Antwort übernommen hat. Zu privaten Wohnungsunternehmen liegen dem Senat keine Informationen vor. Konkrete Zahlen zu Mieterhöhungen (0,07 bis 0,27 €/m²) und zur erwarteten Betriebskosteneinsparung (0,08 €/m² monatlich) stammen aus der Stellungnahme von degewo.