📄 Was passiert mit dem Capitol Dahlem? Zukunft und Verkaufsprozesse von FU-Liegenschaften in Dahlem
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Zukunft des Gebäudes Capitol Dahlem, das derzeit von der Freien Universität Berlin (FUB) und der Yorck-Kinogruppe gemeinsam genutzt wird, sowie mit der angrenzenden Fläche „Blätterlaube“. Zudem geht es um den allgemeinen Verkaufsprozess von Liegenschaften der FUB und darum, inwieweit der Standort Dahlem davon betroffen ist.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Freie Universität Berlin, die Yorck-Kinogruppe als Mitnutzerin des Capitol Dahlem, der Bezirk Steglitz-Zehlendorf sowie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerinnen fragen, welche zukünftige Nutzung für das vom Capitol Dahlem angemietete Gebäude sowie für die „Blätterlaube“ vorgesehen ist, inwiefern der Bezirk Steglitz-Zehlendorf eingebunden ist, wie der konkrete Verkaufsprozess von FU-Liegenschaften abläuft, an welchem Punkt dieser Prozess für mehrere Liegenschaften steht und wie der Standort Dahlem von Verkaufsprozessen beeinflusst wird.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet: Das Grundstück Thielallee 36 steht im Eigentum des Landes Berlin und wird von der FUB bewirtschaftet; die FUB hat mitgeteilt, das Gebäude 2027 freiziehen zu wollen, über die künftige Nutzung werde noch beraten. Die „Blätterlaube“ ist Teil desselben Grundstücks; die FUB erarbeitet Szenarien zu ihrer Verlagerung. Mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf haben noch keine Gespräche stattgefunden. Für Landesliegenschaften gelten die Grundsätze der Transparenten Liegenschaftspolitik des Landes Berlin; vor einer neuen Nutzung muss der Clusterungsprozess im Rahmen des Portfolioausschusses durchlaufen werden. Aktuell ist laut Senatsverwaltung kein Verkauf von Grundstücken geplant, die der FUB zur Verwaltung überlassen wurden. Im Rahmen möglicher Flächenaufgabe stehe zunächst eine Reduzierung angemieteter Liegenschaften im Fokus; welche weiteren Immobilien künftig abgegeben oder verkauft werden könnten, werde derzeit im Rahmen umfangreicher Flächenplanungen der FUB erarbeitet und anschließend inneruniversitär sowie mit den zuständigen Senatsverwaltungen abgestimmt. Ziel sei eine Konsolidierung des Immobilienbestandes bei Stärkung der Kerncampusbereiche und Abgabe von Liegenschaften in Einzellagen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von den Grünen-Abgeordneten Laura Neugebauer und Tonka Wojahn eingereicht; eine Antwort der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege liegt vor (Antwort vom 23. März 2026). Die Senatsverwaltung nennt als Zeitpunkt für den geplanten Auszug der FUB aus dem Gebäude das Jahr 2027. Vor einer Antwort wurden laut Vorbemerkung der Verwaltung die staatlichen Berliner Hochschulen um Stellungnahme gebeten. Gespräche mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf haben laut Senatsverwaltung bislang nicht stattgefunden.