📄 Radverkehr in Neukölln (II)
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Ausbau des Radverkehrs im Berliner Bezirk Neukölln. Abgefragt werden realisierte und geplante Radverkehrsprojekte seit 2024, die dafür eingesetzten Haushalts- und Fördermittel, die personelle Ausstattung des Bezirks sowie der Stand bei Fahrradstraßen, Radschnellverbindungen und Fahrradabstellanlagen.
👥 Wer ist betroffen?
Der Bezirk Neukölln, das Bezirksamt Neukölln, die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie die GB infraVelo GmbH; betroffen sind zudem Radfahrende und Anwohner an den genannten Straßen und Standorten.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: welche Radverkehrsprojekte seit 2024 realisiert wurden und welche für 2026/2027 geplant sind; welche Maßnahmen mangels Mitteln nicht umgesetzt werden konnten; welche Haushaltsmittel und Vollzeitäquivalente dem Bezirk für den Radverkehr zur Verfügung standen bzw. stehen; wie der Planungsstand bei Fahrradstraßen und der Radschnellverbindung RSV 1 ist; wie viele Radabstellanlagen wo errichtet wurden bzw. errichtet werden sollen; wie der Stand der Standort- und Potenzialanalysen an S- und U-Bahnhöfen ist; wie Entscheidungen über Abstellanlagen getroffen werden; und wann und wo Grünmarkierungen von Radwegen umgesetzt wurden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat listet mehrere seit 2024 fertiggestellte Projekte auf, u.a. den geschützten Radfahrstreifen Sonnenallee (2024, 735.171 €), die Fahrradstraße Weserstraße BA2 (2024, Gesamtfinanzierung aller 3 Bauabschnitte 3.080.000 €), den Zweirichtungsradweg August-Fröhlich-Straße (2024, 261.115,43 €), die Markierung in der Hermannstraße (2025, 280.754,07 €) und die Fahrradstraße Ilsestraße (2025, 107.447,69 €). 2024 erhielt der Bezirk 143.264,46 € (Titel 0730/52108) plus 365.182,92 € SIWA-IV-Mittel sowie 721.704,20 € Bundes- und 159.646,50 € Landesmittel aus dem Programm Stadt-und-Land; 2025 waren es 312.477,26 € bzw. 155.162,85 € SIWA-IV sowie 136.671,78 € Bundes- und 23.039,06 € Landesmittel. Dem Bezirk standen 2024 und 2025 jeweils 2 Vollzeitäquivalente ausschließlich für Radverkehr zur Verfügung, laut Bezirksamt ohne Nebenaufgaben. Für 2026/2027 verweist der Senat zu Projekten und Planungsstand auf die Schriftliche Anfrage 19/25680 sowie die Projektkarte der infraVelo. Dem Senat sind keine mangels Mitteln gescheiterten Vorhaben in Neukölln bekannt. Die Radschnellverbindung Y-Trasse (RSV 1) wurde laut GB infraVelo mit Stand Vorplanung (Lph 2) qualifiziert beendet und kann bei Finanzierung wieder aufgenommen werden. Radabstellanlagen: 2024 wurden 220, 2025 338 Fahrradbügel in Neukölln errichtet; für 2026/2027 ist eine umfangreiche Liste konkreter Standorte benannt. Grünmarkierungen von Radwegen wurden laut Senat im Rahmen einer inzwischen abgeschlossenen Versuchs- und Evaluationsphase durchgeführt; neue derartige Maßnahmen sind nicht geplant. Für 2026 und 2027 plant die infraVelo die Fahrradstraßen Bendastraße, Riesestraße und Rungiusstraße, die Senatsverwaltung die Fahrradstraße Donaustraße/Böhmische Straße, und der Bezirk den dritten Bauabschnitt der Weserstraße mit Baubeginn Q3 2026.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Tino Schopf (SPD) am 27. April 2026 eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor (datiert 21. Mai 2026). Der Senat verweist zu einzelnen Fragen auf die früheren Schriftlichen Anfragen Nr. 19/20144 (Frage 11) und Nr. 19/25680 vom 26. März 2026. Konkrete Finanzzahlen für 2024 und 2025 sowie Zahlen zu Fahrradbügeln (220 bzw. 338) werden genannt; für 2026 liegen laut Senat noch keine belastbaren Daten vor. Zu einigen Fragen verweist der Senat auf Fundstellen im Internet (Radfortschrittsbericht, infraVelo-Projektkarte) statt eigener tabellarischer Angaben.