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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Krisenresilienz bei Tram, U-Bahn und S-Bahn?

31. Mai 2026Dokument 19/25997 · WP 19Berlin
Oda Hassepaß, Antje Kapek
StromausfallNotfallkonzepteKritische InfrastrukturCybersicherheitKlimaresilienz
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Krisenresilienz des Berliner Nahverkehrs (Tram, U-Bahn, S-Bahn) gegenüber Stromausfällen, Cyberangriffen und Folgen der Klimakrise wie Hitze und Starkregen. Anlass sind konkrete Ereignisse: ein Stromausfall Anfang Januar 2026 im Berliner Südwesten sowie ein tagelanger Ausfall des Tramnetzes durch Eisregen im Winter 2026.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Fahrgäste der BVG (Tram, U-Bahn) und der S-Bahn Berlin sowie die Betreiber BVG AöR und Deutsche Bahn AG (S-Bahn Berlin GmbH, DB Energie), die als Betreiber kritischer Infrastrukturen gelten.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller fragen: 1) welche Notfallpläne BVG bei Stromausfällen für Straßenbahn, U-Bahnhöfe und U-Bahn hat; 2) welche Notfallpläne bei der S-Bahn für Stationen und Betrieb bestehen; 3) welche Anpassungen nach dem Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang Januar vorgenommen wurden; 4) welche Anpassungen der Senat zur Stromversorgung für notwendig hält; 5) welche organisatorischen Anpassungen die BVG nach dem Eisregen-Ausfall der Tram im Winter 2026 vorgenommen hat; 6) wie Senat, BVG und S-Bahn die Bedrohung durch Cyberangriffe bewerten und welche Schutzmaßnahmen bestehen; 7) welche weiteren Maßnahmen gegen Cyberangriffe geplant sind; 8) wie die Risikolage durch die Klimakrise (Hitze, Starkregen) bewertet wird und welche Schutzkonzepte bestehen.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die BVG verfügt laut eigener Angabe über abgestufte Notfall- und Krisenmanagementkonzepte sowie temporäre Notstromlösungen zur Absicherung der Leitstellen; bei großflächigen Stromausfällen ist sie auf die Wiederherstellung durch den Energieversorger angewiesen und richtet ggf. Ersatzverkehre ein. Die DB berichtet von automatischen Sicherungssystemen (USV, Netzersatzanlagen) an S-Bahnstationen und 152 feinteiligen verkehrlichen Dispositionskonzepten für alle drei S-Bahn-Teilnetze, mit Ersatzverkehren über die DB SEV GmbH. Der Stromausfall Anfang Januar im Berliner Südwesten hatte laut BVG keine unmittelbaren Betriebsauswirkungen; das Dispositionskonzept der DB wurde laut deren Angabe nicht angepasst, da es sich bewährt habe. Laut BVG sind vollständig stromversorgungsunabhängige Lösungen für Strecken und U-Bahnhöfe technisch nicht umsetzbar und wirtschaftlich nicht vertretbar; die DB Energie sieht keinen weiteren Anpassungsbedarf am Traktionsstromnetz, da ein weitgehend eigenes, redundantes Netz bestehe. Der Senat schließt sich diesen Einschätzungen an. Zur Cybersicherheit verweist der Senat auf eine laut eigener Aussage hohe abstrakte Gefährdungslage für kritische Infrastrukturen im Sektor Transport und Verkehr sowie auf einen laut Senat verstärkten Fokus fremder Nachrichtendienste und von der Verwaltung als linksextremistisch bezeichneter Bestrebungen auf den Energiesektor; die Aufsicht über Cybersicherheitsmaßnahmen liege beim BSI des Bundes. Die S-Bahn Berlin GmbH werde laut DB alle zwei Jahre auditiert und sei in ein konzernweites Informationssicherheitsmanagementsystem eingebunden. Zu Frage 8 bricht der vorliegende Dokumenttext ab, bevor die vollständige Antwort zu Klimarisiken wiedergegeben ist.

⚡ Einordnung

Eingereicht wurde die Anfrage von den Abgeordneten Oda Hassepaß und Antje Kapek (Bündnis 90/Die Grünen) am 4. Mai 2026, Eingang beim Abgeordnetenhaus am 6. Mai 2026. Die Antwort des Senats liegt vor, datiert auf den 22. Mai 2026, unter Einbeziehung von Stellungnahmen der BVG AöR und der Deutschen Bahn AG. Konkrete Zahl: 152 verkehrliche Dispositionskonzepte für die drei S-Bahn-Teilnetze. Die Einschätzung zu einer verstärkten Bedrohung durch fremde Nachrichtendienste und als linksextremistisch bezeichnete Bestrebungen stammt laut Text vom Senat selbst. Der Senat schließt sich ausdrücklich den Einschätzungen von BVG und DB zur Stromversorgung an. Der bereitgestellte Dokumenttext endet mitten in der Antwort zu Frage 8; eine vollständige Antwort zu dieser Frage liegt im Text nicht vor.

Quelle: Berlin, Dokument 19/25997, Wahlperiode 19, eingereicht 4. Mai 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.