📄 Planung zum Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke (IX)
📋 Worum geht es?
Die Anfrage behandelt den Stand der Planungen zum Abriss und Neubau der Schönhauser-Allee-Brücke in Berlin, einschließlich Zeitplan, Kosten, Bauphasen und Auswirkungen auf den Verkehr. Es geht um die bauliche Erneuerung der Brücke sowie angrenzender Infrastruktur wie Tramhaltestellen und einen Fußgängertunnel.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Nutzer der Straßenbahnlinie M1, Pendlerinnen und Pendler insbesondere aus Pankow, Fahrgäste von S-Bahn und U-Bahn, der motorisierte Individualverkehr, Fuß- und Radverkehr, Gewerbetreibende der Schönhauser Allee Arcaden und weitere anliegende Geschäfte sowie Anwohner im Baustellenbereich.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wann beginnen die Abrissarbeiten und welche Voraussetzungen (u. a. Sperrpausen der Deutschen Bahn) müssen erfüllt sein? Bis wann sind die Brückenbauarbeiten und das Gesamtprojekt fertig? Ab wann sind alle Verkehrsbeziehungen inklusive M1 wiederhergestellt? Wie erklären sich die Kostensteigerung von 34,5 auf rund 50 Millionen Euro und die Verkürzung der Bauzeit von sieben auf vier Jahre? Welche Ausschreibungen laufen? Warum wird der Fußgängertunnel als gesondertes Projekt behandelt? Wie bleiben Gewerbestandorte erreichbar und welche Kompensationsmaßnahmen sind vorgesehen?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet: Vorbereitende Bauleistungen der BVG beginnen ab Oktober 2026, die eigentlichen Abriss- und Rückbauarbeiten an der Brücke sollen 2028 starten. Die Brückenbauarbeiten sollen ab 2030 fertiggestellt sein, das Gesamtprojekt einschließlich Nebenanlagen bis 2032. Die Gesamtkosten werden auf rund 50 Millionen Euro veranschlagt (Finanzierung über das Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ sowie Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“); die Kostensteigerung gegenüber den ursprünglich 34,5 Millionen Euro erklärt die Regierung mit fortgeschrittener Planungstiefe, eisenbahnspezifischen Anforderungen (u. a. Gleis-, Oberleitungs- und Kabeltiefbauarbeiten) sowie allgemeinen Baukostensteigerungen; eine genaue Aufteilung der Mehrkosten sei kurzfristig nicht möglich. Die Straßenbahnlinie M1 wird für ca. 4 Jahre unterbrochen und durch Schienenersatzverkehr ersetzt, konkrete Linienführung und Takt seien noch in Abstimmung. Die Angabe zu einer Bauzeitreduktion von sieben auf vier Jahre weist die Regierung zurück: Die Gesamtbauzeit erstrecke sich von 2026 bis 2032. Der Fußgängertunnel zwischen S- und U-Bahnhof werde als gesondertes, nachgeordnetes Projekt mit Bauzeitraum 2030 bis 2032 bearbeitet. Ausschreibungen für Planungs-, Gutachter- und Projektsteuerungsleistungen seien im Wesentlichen abgeschlossen, bahnspezifische Vergabeverfahren liefen noch. Für Gewerbetreibende und Anwohner würden Entschädigungszahlungen geprüft und bewertet.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Stephan Lenz (CDU) gestellt; eine Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt vor (datiert 20. Mai 2026). Genannte Zahlen: Gesamtkosten rund 50 Millionen Euro (ursprünglich 34,5 Millionen Euro), Abrissbeginn 2028, Fertigstellung Brückenbauarbeiten ab 2030, Gesamtfertigstellung 2032, M1-Unterbrechung ca. 4 Jahre, Fußgängertunnel-Bauzeit 2030–2032. Die Anfrage ist laut Titel die neunte in einer Serie zum Thema (IX). Zu mehreren Fragen (u. a. genaue Kostenaufteilung, Umsteigezeiten, Zeitpunkt vollständiger M1-Wiederherstellung) macht die Regierung nach eigenen Angaben noch keine konkreten Angaben, da entsprechende Abstimmungen laufen.