📄 Alte Börse in Marzahn – nicht im Dunklen stehen lassen
📋 Worum geht es?
Die Anfrage behandelt den Fortschritt bei der Beleuchtung und Ertüchtigung der Straße „Zur Alten Börse“ in Marzahn, den Erhalt der denkmalgeschützten Brücke sowie die verkehrliche Erschließung des ehemaligen Gewerbestandorts „Magerviehhof“ im Rahmen der Bebauungspläne XXI-40a und XXI-40c.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind der Bezirk Marzahn-Hellersdorf, die rund 50 im Gebiet ansässigen kleinen und mittelständischen Unternehmen mit etwa 400 bis 500 Beschäftigten sowie Anwohnende und Verkehrsteilnehmende im Bereich der Straße „Zur Alten Börse“.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1) Welche Fortschritte gibt es bei Ertüchtigung und Beleuchtung der Straße „Zur Alten Börse“? 2) Ist die angekündigte Ausschreibung zur Aktualisierung des Brückengutachtens erfolgt und liegen Ergebnisse vor? 3) Welchen Stand hat die innere Erschließung und Anbindung an das überregionale Straßennetz? 4) Wie ist der Planungsstand der Bebauungspläne XXI-40a und XXI-40c für den Gewerbestandort? 5) Wie bewertet der Senat die Notwendigkeit weiterer Erschließung und welche Überlegungen zu neuen Straßenverbindungen Richtung Allee der Kosmonauten gibt es? 6) Wie ist der Stand der Anbindung über den westlichen Stich des Merler Weges und die Beilsteiner Straße an die Allee der Kosmonauten?
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet: Nur ein kurzer Straßenabschnitt vor der Brücke ist derzeit öffentlich-rechtlich gewidmet und mit zwei Lichtpunkten der SenMVKU ausgestattet; nach Widmung gilt § 7 Berliner Straßengesetz zur Beleuchtungspflicht. Der Bezirk teilt mit, dass die Wirtschaftsförderung zeitnah erneut einen GRW-Förderantrag stellen will. Zur Brücke liegt laut Bezirk ein Gutachten vom 06.01.2026 vor, das den Erhalt durch Instandsetzung für möglich und denkmalpflegerisch erforderlich hält; ein weiteres Fachgutachten zu Materialfestigkeit und Bewehrung wird empfohlen, die Ausschreibung dafür wird noch geprüft. Die Anbindung an Märkische Allee und Rhinstraße erfolgt laut Senat über Allee der Kosmonauten und Marzahner Chaussee/Seddiner Straße; ein neuer Umsetzungsstand liegt dem Senat nicht vor, die Zuständigkeit liegt beim Bezirk, der auf fehlende gesicherte Finanzierung verweist. Für Bebauungsplan XXI-40c ist laut Bezirk eine erneute Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung im 3. Quartal 2026 vorgesehen, die Festsetzung voraussichtlich im 4. Quartal 2026; bei XXI-40a werden die Planungsziele noch mit dem Eigentümer abgestimmt. Laut Senat besteht im Rahmen der Bebauungspläne das Ziel einer langfristigen Erschließung durch Weiterführung der historischen Lindenallee bis zur Kreuzung Bellsteiner Straße/Merler Weg; Bedenken seitens der SenMVKU wurden im Beteiligungsverfahren nicht geäußert, weitere Überlegungen zu neuen Straßenverbindungen sind nicht bekannt. Zur Anbindung über den westlichen Stich des Merler Weges teilt der Bezirk mit, dass auch hierfür eine gesicherte Finanzierung nötig sei, damit das Straßen- und Grünflächenamt tätig werden kann.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) am 7. Mai 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 26. Mai 2026 und wurde von Arne Herz (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) unterzeichnet. Der Senat hat das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf um Stellungnahme gebeten, deren Aussagen im Dokument entsprechend gekennzeichnet sind. Es wird auf die frühere Drucksache 19/22418 Bezug genommen. Genannt werden ein Brückengutachten vom 06.01.2026, § 7 des Berliner Straßengesetzes sowie § 4a Abs. 3 BauGB. Laut Bezirksangabe sind im Gebiet ca. 50 Unternehmen mit rund 400 bis 500 Beschäftigten ansässig; für XXI-40c wird die Beteiligung im 3. Quartal 2026 und die Festsetzung im 4. Quartal 2026 genannt.