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BerlinSchriftliche AnfrageSPD

📄 Ein Gewinn für die Gesellschaft: Freiwilligendienste in Berlin

4. Juni 2026Dokument 19/26060 · WP 19Berlin
Alexander Freier-Winterwerb
FreiwilligendiensteFreiwilliges Soziales JahrFreiwilliges Ökologisches JahrTaschengeldHaushaltsmittel
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Finanzierung, den Platzzahlen und der Höhe des Taschengelds bei den Jugendfreiwilligendiensten in Berlin, insbesondere dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und dem FSJ-Kultur. Es geht um die Finanzierungsstruktur aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln, die Entwicklung der Ausgaben und Platzzahlen seit 2020 sowie die Höhe und Zusammensetzung des an Freiwillige gezahlten Taschengelds.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind junge Menschen, die ein FSJ, FÖJ oder FSJ-Kultur in Berlin absolvieren, sowie die Träger und Einsatzstellen der Freiwilligendienste, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Landeshaushalt Berlins.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: Wie ist die Finanzierungsstruktur der Freiwilligendienste organisiert? Welche Haushaltsmittel sind 2026/2027 vorgesehen? Wie haben sich Ausgaben und Platzzahlen seit 2020 entwickelt? Wie hoch ist das Taschengeld im FSJ und FÖJ, wie setzt es sich zusammen und wie hat es sich entwickelt? Wer ist für Zuschüsse zu Unterkunft, Verpflegung und Mobilität zuständig? Gibt es Vergleichsdaten zu anderen Bundesländern? Wie erklärt sich die Differenz zwischen FSJ- und FÖJ-Taschengeld? Inwiefern ist eine Teilzeit-Ableistung möglich? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um das FSJ für alle jungen Menschen gleichermaßen zu öffnen?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die Finanzierung der Jugendfreiwilligendienste über Bundesmittel (JFDG, bis zu 200 Euro pro Monat und Freiwilligen), Landesmittel und ESF/ESF+-Mittel erfolgt; das FÖJ wird zu 40% aus ESF+, 33% aus Landesmitteln, 19% aus Bundesmitteln und 8% von Einsatzstellen finanziert. Für 2026 und 2027 sind jeweils 5.280.000 Euro für das FSJ sowie 3.985.000 Euro (2026) bzw. 4.162.000 Euro (2027) für das FÖJ vorgesehen. Die FSJ-Ausgaben stiegen von 953.967 Euro (2022) auf geplant 5.280.000 Euro (2026), die FÖJ-Ausgaben blieben mit rund 3,4 bis 4 Mio. Euro relativ stabil. Die FSJ-Teilnehmerzahlen stiegen von 2.597 (2020/2021) auf 3.004 (2024/2025); im FÖJ gibt es konstant 360 Plätze pro Jahr. Seit 2022 zahlt das Land einen FSJ-Taschengeldzuschuss von aktuell 200 Euro pro Monat; das durchschnittliche FSJ-Taschengeld stieg laut einer Trägerabfrage von 356,75 Euro (vor September 2022) auf 492,73 Euro (2025). Im FÖJ liegt das einheitliche Taschengeld seit 2024 bei 550 Euro (davor 510 Euro), zusammengesetzt aus 301 Euro Taschengeld, je 100 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 49 Euro Fahrtkostenzuschuss. Die gesetzliche Höchstgrenze für das Taschengeld liegt 2026 bei 676 Euro monatlich. Zuschüsse zu Unterkunft, Verpflegung und Mobilität im FSJ liegen in der Zuständigkeit der Träger und Einsatzstellen; im FÖJ sind sie landesweit einheitlich geregelt. Dem Senat liegen keine bundesweiten Vergleichsdaten zum Taschengeld vor; laut einem Positionspapier der FÖJ-Bundessprecherinnen und -sprecher liegt der bundesweite Durchschnitt bei 300 bis 400 Euro monatlich. Seit der JFDG-Änderung vom 23.05.2024 besteht ein Rechtsanspruch auf Teilzeit-Ableistung des Dienstes (bei mehr als 20 Wochenstunden).

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Alexander Freier-Winterwerb (SPD) gestellt; die Antwort der Landesregierung liegt vor (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, datiert 28. Mai 2026). Die Anfrage verweist auf den Koalitionsvertrag von CDU und SPD 2023–2026 (S. 38) sowie auf das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) und dessen Änderung vom 23.05.2024. Konkrete Zahlen zu Haushaltsmitteln, Ausgaben, Platzzahlen und Taschengeldhöhen sind im Dokument wie dargestellt benannt.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26060, Wahlperiode 19, eingereicht 29. April 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.